1. Wer betreibt die Anlage in Gurtweil? Der Übertragungsnetzbetreiber Amprion, ist Inhaber der Umspannanlage. Zu Amprions Kunden zählen keine Endverbraucher, sondern zum Beispiel Verteilnetzbetreiber.
  2. Was macht Amprion in Gurtweil? In der Umspannanlage in Gurtweil betreibt Amprion drei Anlagen mit unterschiedlichen Spannungsebenen, die über Transformatoren miteinander verbunden sind. Es gibt eine 100-Kilovolt(kV)-Anlage, eine 220-kV-Anlage und eine 380-kV-Anlage.
  3. Warum gibt es unterschiedliche Spannungsebenen? Um den Strom von den Kraftwerken bis zu den Verbrauchern zu transportieren, gibt es verschiedene Netzebenen. So gibt es das Übertragungsnetz, das den Strom über weite Strecken transportiert. Dafür wird eine Spannung von 220 oder 380 Kilovolt verwendet. Das Verteilnetz bezieht den Strom unter anderem aus dem Übertragungsnetz und verteilt ihn bei einer Spannung von 110 Kilovolt auf regionaler Ebene weiter. Mit einer Spannung von 230 Volt kommt der Strom über die lokalen Verteilnetze schließlich in den Steckdosen der Haushalte an.
  4. Was ist die Funktion der Umspannanlage? Die Umspannanlagen sind dazu da, die verschiedenen Netzebenen miteinander zu verbinden. Dazu benötigt es leistungsstarke Transformatoren, deren Deren Aufgabe das "Umspannen" ist – zum Beispiel von 380 auf 110 Kilovolt, um Strom aus dem Übertragungsnetz in das Verteilnetz einzuspeisen.
  5. Woher kommt die elektrische Energie, die in der Umspannanlage Gurtweil landet? An die Umspannanlage Tiengen sind die Wasserkraftwerke Albbruck-Dogern, Witznau, Häusern und Waldshut angeschlossen. Die von den Kraftwerken gelieferte Energie wird in das Verteilnetz eingespeist und von Amprion weitergegeben. Neben den angeschlossenen Wasserkraftwerken ist die Umspannanlage in Tiengen mit den Umspannanlagen in Kühmoos, Herbertingen und den Schweizer Anlagen in Laufenburg und Beznau verbunden.
  6. Welche Bedeutung hat die Gurtweiler Umspannlage? Die Anlage stellt einen wichtigen Knotenpunkt des europäischen Übertragungsnetzes zur Verbindung von Deutschland mit der Schweiz, inbesondere den schweizerischen Pumpspeichern, dar.
  7. Was verändert die Energiewende? Die Betreiber der Umspannanlagen müssen nun ein Auge auf die Gezeiten haben. Deswegen werden rund 48 Wetterberichte beobachtet, um sagen zu können, wie viel Strom von welcher Energiequelle zu erwarten ist. Dies ist wichtig, um das Netz stabil zu halten.
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