Bezaubernde Akzente setzte der Musikverein Gaiß-Waldkirch bei seinem Jahreskonzert in der Waldshuter Stadthalle. Das Motto des Abends: „The Best of“, die besten Stücke aus zehn Jahren mit Marina Reichmann. Der Vorsitzende Daniel Tröndle freute sich, wieder ein zahlreiches Publikum begrüßen zu können. „Sie können heute das letzte Konzert in unseren alten Uniformen genießen“, scherzte er, „die neuen sind nicht mehr rechtzeitig fertig geworden“.

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Der Waldkircher Pfarrer, Pater Hermann-Josef Zoche, der zum 19. Mal moderierte, erklärte: „Es ist mir eine große Ehre, die Ansage machen zu dürfen.“ In ihrer Zeit als Dirigentin hätte es Marina Reichmann verstanden, gemeinsam mit ihren Musikern einen ganz besonderen Sound zu entwickeln.

Dann ging es auf eine musikalische Zeitreise durch die vergangenen zehn Jahre, mit Musik im konzertanten, sinfonischen Stil, Musik, die unter die Haut ging und die Fantasie des Publikums forderte. Eröffnet wurde das Konzert mit der „Appalachian Ouvertüre“ von James Barnes. Ein Stück, das die Erinnerung an jene Zeiten weckte, als die Ureinwohner Amerikas noch im Einklang mit der Natur lebten – eine brillante Hymne auf eine heile Welt und die malerische, intakte Landschaft der Appalachen – bis die Siedler kamen und die Idylle aus dem Gleichgewicht brachten.

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In dem Titel „Lord Tullamore„ von Carl Wittrock rückte Irland, die grüne Insel am Rande Europas in den Fokus. Mit raffinierten Klangfarben und einem subtilen Zusammenspiel der Register konnte das Publikum fast hautnah an folkloristischen Ereignissen aus der Zeit der Kelten teilnehmen. Die Stücke „Oktober“ und „Three Times Blood“ rundeten den ersten Teil ab.

Seit zehn Jahren dirigiert Marian Reichmann (vorne links) den Musikverein Gaiß-Waldkirch. Mit Geschenken und Vorträgen würdigte der Verein ihren Einsatz.
Seit zehn Jahren dirigiert Marian Reichmann (vorne links) den Musikverein Gaiß-Waldkirch. Mit Geschenken und Vorträgen würdigte der Verein ihren Einsatz. | Bild: Manfred Dinort

Der zweite Teil begann mit dem monumentalen „Suite über Winnetou“ in drei Sätzen, ein Stück mit herrlichen Klangfarben und temperamentvollen Passagen. Beim Titel, „Cirque du Soleil„, Sonnenzirkus, sorgte der Zirkus Zebrasco des Klettgau-Gymnasiums Tiengen mit Turneinlagen und einer spektakulären Lichtershow für den passenden Rahmen. Das Publikum war hellauf begeistert. Mit dem Titel „At World‘s End“ von Hans Zimmer (am Ende der Welt) neigte sich auch die Konzertreise ihrem Ende zu. Dabei sang Ben Baumgartner aus Birndorf die Eingangsmelodie, während das Orchester mit einer fantastischen klanglichen Vielfalt und dem raffinierten Einsatz der Instrumente die Akzente setzte.

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Dann drehte sich alles um Marina Reichmann. Daniel Tröndle überreichte ihre einen überdimensionalen Notenschlüssel aus Holz mit Leuchteffekten. Ein Musikerteam stimmte ein Lied mit Episoden aus dem Leben der Dirigentin an. Zuletzt erklang als Zugabe das romantische „Guten Abend, gut Nacht“ von Johannes Brahms.

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