„Durch die Schließung des Hallenbads haben wir viele Mitglieder verloren, vor allen Dingen Jugendliche.“ Dies erklärte der Vorsitzende des Schwimmclubs Neptun, Matthias Schneider, an der Hauptversammlung im "Schützenhaus" in Waldshut. Von 220 Mitgliedern sei der Verein auf 120 Mitglieder geschrumpft. Zum Training der Leistungs- und Masterschwimmer sei man nach Siggenthal und Zurzach ausgewichen.

Hoffen auf moderate Nutzungsgebühren

"Wir freuen uns jetzt auf die Wiedereröffnung des Hallenbads im September, auch wenn dies für uns ein finanzieller Kraftakt sein wird", sagte Schneider. Schneider hofft zwar, dass die Nutzungsgebühren für das Hallenbad seitens der Stadtwerke "moderat bleiben", schlug dennoch eine Erhöhung des Mitgliedsbeitrags von 25 auf 50 Euro jährlich vor. Der Passivbeitrag bleibt bei 25 Euro jährlich.

Mitgliedsbeitrag wird erhöht

Dieser Vorschlag wurde von den Vereinsmitgliedern einstimmig angenommen. Er zähle auf viele neue Mitglieder nach der Wiedereröffnung des Hallenbads, erklärte der Vorsitzende dann.

Bäderbetriebsleiter verspricht baldige Lösung

„Wegen der Nutzungsgebühren sind wir bemüht, schnellstmöglich eine Lösung zu finden", beruhigte Bäderbetriebsleiter Daniel zur Mühlen die erhitzten Gemüter. „Die Trainingszeiten bleiben erhalten, ihr dürft wieder mittwochs trainieren. Dazu ist eine Öffnung des Hallenbads bis zu den Sommerferien geplant“, informierte zur Mühlen.

Neue Gesichter im Vorstand

Bei den anstehenden Neuwahlen des Vorstands wurde Matthias Schneider in seinem Amt als Vorsitzender bestätigt. Stellvertretender Vorsitzender bleibt Markus Preiß, der in Abwesenheit erneut gewählt wurde. Kassierer bleibt Frank Siebold. Als Schriftführerin einstimmig wiedergewählt wurde Kerstin Sprick. Das Amt des Schwimmwarts, das Steffi Maier zuvor alleine übernommen hatte, wird jetzt von ihr und Julia Geist weitergeführt. Jugendwart wird Anja Bürk, die damit Luise Weinert ablöst. Als Kassenprüfer gewählt wurden die Geschwister Christian Wässerle und Linda Burgert, die das Amt von Günter Eitel und Katja Ruf übernommen haben.

Verantwortung für Jugendliche

„Ich bin ganz stolz, dass wir wieder junge, ehemalige Mitglieder zurückbekommen haben. Ich habe immer versucht, den Jugendlichen Verantwortung zu übertragen“, kommentierte Schneider den Ausgang der Wahlen. Weiterhin ein „gutes Händchen“ bei der Vereinsführung wünschte die Stellvertreterin des Oberbürgermeisters, Rita Mosel, dem Verein. „Ich gehe gerne schwimmen, besonders im Waldshuter Schwimmbad“, erklärte Mosel. „Wir müssen schauen, dass wir wieder mehr Jugendliche in den Schwimmclub bekommen“, sagte auch Rita Mosel.