Die Stadt lädt ein, und die Bürgerinnen und Bürger strömen. Jedes Jahr – beinahe – das gleiche Bild in der Stadthalle Tiengen, wohin der städtische Neujahrsempfang nach dem letztjährigen Intermezzo in der Stadthalle Waldshut zurückgekehrt war.

Blick in die Glaskugel

Doch am Montagabend war es ein wenig anders als in den Jahren zuvor. Klar, Oberbürgermeister Philipp Frank ließ auch dieses Mal das vergangene Jahr kurz Revue passieren. Der Blick nach vorn galt indes nicht nur dem noch jungen Jahr 2020, sondern gleich dem gesamten neuen Jahrzehnt.

Mit Weitsicht: Was bringt das neue Jahrzehnt? Beim Neujahrsempfang in der Stadthalle Tiengen kam eine Glaskugel zum Einsatz.
Mit Weitsicht: Was bringt das neue Jahrzehnt? Beim Neujahrsempfang in der Stadthalle Tiengen kam eine Glaskugel zum Einsatz. | Bild: Schlichter, Juliane

Doch wie gelingt so ein Ausblick? Na klar, mit einer Glaskugel natürlich. Deshalb hatte sich der OB ein solches sonst eher auf Jahrmärkten früherer Jahre bekanntes Utensil besorgt. „Im Internet“, wie er sagte.

Hoffen auf rosige Zeiten

Und mit der Kugel wagte er, gemeinsam mit diversen Gesprächspartnern auf der Bühne, die Zukunft für die Stadt und – wenn man schon einmal dabei ist – auch gleich für die gesamte Region vorherzusagen. Das Fazit: Läuft alles nach Plan, dann blicken Stadt und Region rosigen Zeiten entgegen.

Mit Optimismus: Oberbürgermeister Philipp Frank interviewt die beiden Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Hochrhein, Heinz Rombach, und der Volksbank Hochrhein, Klaus-Dieter Ritz (von links).
Mit Optimismus: Oberbürgermeister Philipp Frank interviewt die beiden Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Hochrhein, Heinz Rombach, und der Volksbank Hochrhein, Klaus-Dieter Ritz (von links). | Bild: Schlichter, Juliane

Diese Meinung teilen auch die Bankenchefs Heinz Rombach (Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Hochrhein) und Klaus-Dieter Ritz (Vorstandsvorsitzender der Volksbank Hochrhein).

Im lockeren Gespräch mit dem Oberbürgermeister sehen beide unisono die Region gut aufgestellt.

„Ich gehe davon aus, dass die Wirtschaft wieder stärker Fahrt aufnehmen wird.“
Heinz Rombach, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Hochrhein

Einen Grund dafür nannte sein Kollege von der Volksbank.

„Wir haben sehr viele fleißige Menschen und viele gut aufgestellte Unternehmen in der Region.“
Klaus-Dieter Ritz, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Hochrhein

Aber man müsse auch etwas dafür tun, dass die Aussichten rosig bleiben.

Schon viel getan hat Daniel Groß. Der Lehrer am Hochrhein-Gymnasium in Waldshut hat sich im Jahr 2019 für die Ironman-Weltmeisterschaften auf Hawaii qualifiziert.

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Damit der Triathlet bei einem der härtesten Wettkämpfe der Welt auch äußerlich eine gute Figur abgibt, bekam er von OB Frank ein T-Shirt mit Stadtlogo und die passende Sonnenbrille dazu.

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Diese hätte auch Thorsten Radensleben gerne gehabt, wie der Vorstandsvorsitzende der Badenova AG bei seinem Auftritt bekundete. Gemeinsam mit Siegfried Pflüger, seit 1. Januar Geschäftsführer der Stadtwerke Waldshut-Tiengen, blickte Radensleben auf den Energiemarkt, bei dem in Zukunft die Digitalisierung das A und O sei.

Mit Raimund Walde (72) und Maximilian Wagner (25) standen gleich zu Beginn des Abends das jüngste und das älteste Mitglied des jungen Gemeinderats der Stadt Waldshut-Tiengen auf der Bühne. Beider Antrieb sich kommunalpolitisch zu engagieren ist trotz des Altersunterschiedes im Prinzip der gleiche.

Mit Engagement: OB Philipp Frank mit dem ältesten und jüngsten Waldshut-Tiengener Stadtrat Raimund Walde und Maximilian Wagner (von links).
Mit Engagement: OB Philipp Frank mit dem ältesten und jüngsten Waldshut-Tiengener Stadtrat Raimund Walde und Maximilian Wagner (von links). | Bild: Schlichter, Juliane

Die Neustadträte möchten mithelfen, ihre Heimatstadt zu gestalten und weiterzubringen. Auch wollen der Waldshuter Walde und der Tiengener Wagner helfen, dass aus der Doppelstadt noch mehr eine Stadt wird. Denn Stadtteil-Denken sei beiden fremd, wie sie bekundeten. Maximilian Wagner verdeutlichte dies an seiner eigenen Familie. Während sein Vater, sein Bruder und er selbst bei den Surianern in Tien-gen aktiv seien, sei sein Großvater mütterlicherseits Junggeselle in Waldshut gewesen.

Mit Sekt: Oberbürgermeister Philipp Frank bedankt sich mit Blumen und einem Glas Sekt bei Hildegard Ebner-Fox, die zum letzten Mal für die Stadtverwaltung Waldshut-Tiengen den Neujahrsempfang mitorganisiert hat.
Mit Sekt: Oberbürgermeister Philipp Frank bedankt sich mit Blumen und einem Glas Sekt bei Hildegard Ebner-Fox, die zum letzten Mal für die Stadtverwaltung Waldshut-Tiengen den Neujahrsempfang mitorganisiert hat. | Bild: Schlichter, Juliane

Der Neujahrsempfang war aber auch der würdige Rahmen, zu danken. Mit einem Blumenstrauß tat dies OB Philipp Frank bei seiner Mitarbeiterin Hildegard Ebner-Fox, die seit vielen Jahren maßgeblich an der Organisation des Events mitwirke. Ebner-Fox tritt im Laufe des Jahres in den Ruhestand. Der Beifall der knapp 1000 Gäste aus Waldshut-Tiengen, den Nachbargemeinden und der Schweiz war ihr sicher.

Ohne Grenzen: Helmut Maier (Alt-Stadtrat Waldshut-Tiengen), Felix Schreiner (CDU-Bundestagsabgeordneter), Gisela und Reinhard Scherrer (Stadtammann von Klingnau), Erika und Andreas Wanzenried (Gemeindeammann von Koblenz), Landrat Martin Kistler, Ralf Siebold (Zunftmeister der Bürger- und Narrenzunft Tiengen) und Heinz Rombach (Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Hochrhein (von links).
Ohne Grenzen: Helmut Maier (Alt-Stadtrat Waldshut-Tiengen), Felix Schreiner (CDU-Bundestagsabgeordneter), Gisela und Reinhard Scherrer (Stadtammann von Klingnau), Erika und Andreas Wanzenried (Gemeindeammann von Koblenz), Landrat Martin Kistler, Ralf Siebold (Zunftmeister der Bürger- und Narrenzunft Tiengen) und Heinz Rombach (Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Hochrhein (von links). | Bild: Schlichter, Juliane

Unter ihnen waren die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium und SPD-Bundestagsabgeordnete Rita Schwarzelühr-Sutter (SPD), der CDU-Bundestagsabgeordnete Felix Schreiner und Sabine Hartmann-Müller, CDU-Landtagsabgeordnete, ebenso wie auch Landrat Martin Kistler.

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Nach dem kurzweilig offiziellen Teil des Neujahrsempfangs nutzten alle Gekommenen das Beisammensein für lockere Gespräche. Stärken durften sie sich dabei am leckeren Buffet, zubereitet vom DRK-Ortsverein Waldshut.

 

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