Zu einer Erfolgsgeschichte wurde das Jazzfestival „Tiengener Sommer“, das am Freitag und Samstag, 19. und 20. Juli, unter der Regie der Aktionsgemeinschaft Tiengen zum 29. Mal über die Bühne geht. Und wie immer ist der Eintritt frei, dank der vielen Sponsoren. Wer das Jazzfest jedoch persönlich unterstützen möchte, das erklärten Nikola Kögel und Kurt Reckermann von der Aktionsgemeinschaft bei einem Gespräch mit dieser Zeitung, kann eine Plakette für 7,50 Euro erwerben. Diese berechtigt zudem an beiden Tagen zur kostenlosen Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel (Bus und Bahn).

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Auch in diesem Jahr sind wieder 14 verschiedene Bands dabei, die auf den vier Bühnen in der Innenstadt auftreten. Gespielt wird jeweils von 18 Uhr bis Mitternacht. Nur eine Veranstaltung fällt aus diesem Rahmen: Am Samstag, 13 Uhr, treten zwei Jugendbands auf der Bühne 2 beim Storchenturm auf. „Die beiden Bands halten sich derzeit im Schwarzwald auf und haben den Wunsch geäußert, auch einmal beim Tiengener Jazzfestival auftreten zu dürfen“, erklärt Kurt Reckermann.

Kurt Reckermann und Nikola Kögel von der Aktionsgemeinschaft Tiengen freuen sich auf das 29. Jazzfest „Tiengener Sommer“ am Wochenende.
Kurt Reckermann und Nikola Kögel von der Aktionsgemeinschaft Tiengen freuen sich auf das 29. Jazzfest „Tiengener Sommer“ am Wochenende. | Bild: Manfred Dinort

Sonst läuft alles nach Plan: An beiden Abenden bieten weit mehr als 100 Musiker ein breites Spektrum mit stimmungsvoller und hochklassiger Jazzmusik. Mit von der Partie sind diesmal Musiker aus der Schweiz, den Niederlanden, Frankreich und Ungarn. Darunter befinden sich Namen wie Big Daddy Wilson, Frank Muschalle, Stephan Holstein und Colin Dawson.

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Mit der Allotria Jazzband aus München ist eine der profiliertesten Jazzbands Mitteleuropas zu Gast. Bisher, so Kurt Reckermann, sei immer alles nach Plan verlaufen. „Es kam uns nie ein Sturm oder ein Ereignis in die Quere, das alles über den Haufen geworfen hätte“, bestätigt auch Nikola Kögel. Auch wenn es einmal einen Regenguss gab, hätten die Besucher ausgeharrt, die Stimmung sei dadurch kaum beeinträchtigt worden.

Kleines Fest mit großem Erfolg

Inzwischen ist der Tiengener Sommer zu einem Musikereignis geworden, das weit über die Region hinaus bekannt ist. Alljährlich bewerben sich Jazzmusiker aus ganz Deutschland und vielen Ländern Europas für einen Auftritt an dem kleinen, aber feinen Jazzfest, das zu einem festen Begriff für ein Publikum in einem ständig gewachsenen Einzugsgebiet geworden ist. „Dabei haben wir ganz klein angefangen“, erinnert sich Kurt Reckermann.

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Ursprünglich habe man das Fest als Familienfest mit Aktionen der Vereine geplant, anfangs auf fünf Bühnen. Daraus wurden zwei Tage mit je drei Bühnen, „damit die Leute die Chance hatten, mehr zu hören“. Dann kam die vierte Bühne dazu: Eine Band hatte sich um einen Tag verspätet, „da musste dann eben eine vierte Bühne her, die Bühne am Löwendenkmal“. Die Lücke habe damals ein Pianist gefüllt, der dann durchgehend von 18 bis 24 Uhr spielte.

Wiederholungstäter und Neulinge

Es gibt Gruppen, die immer wieder kommen, andere sind zum ersten Mal dabei, diesmal die Jonathan Price & Black Earth Band, The Cotton Club Swing Orchestra, die Jazz Steps Band, die französische Gruppe Moi et les Autres und das deutsch niederländische Trio Boogielicious. Auf diese Gruppe freue er sich ganz besonders, so Kurt Reckermann, „weil ich ein Boogie-Fan bin“. Der Tiengener Sommer ist aber auch ein Fest für den Gaumen: Überall gibt es Erfrischungen, an Ständen, in den Cafés und Gaststätten. Außer am Löwendenkmal sind alle Bühnen mit Sitzbänken ausgestattet.