Der Theaterverein Zeitschleuse ist mit seinem Freilichtspiel „Zwischen den Welten“ nach dem Roman „Die Amerikafahrt“ von Heinrich Ernst Kromer aus Riedern am Wald überregional bekannt geworden. Das kulturelle Engagement des Vereins wurde jetzt belohnt: Aus dem Nachlass von Anna Ebner aus Berau (1896 bis 1966) wurden dem Theaterverein 45 Bilder des Künstlers und Heimatdichters Heinrich Ernst Kromer günstig angeboten. Dank eines Sponsors konnte der Verein die Kunstwerke erwerben.

„Im Laubengang“ von Heinrich Ernst Kromer entstand 1945.
„Im Laubengang“ von Heinrich Ernst Kromer entstand 1945. | Bild: Ursula Ortlieb

Der überregionale Bekanntheitsgrad und die professionelle Arbeit im Bereich Kultur habe überzeugt, sagte der Verkäufer und war der Meinung, dass die Bilder beim Theaterverein in guten Händen seien. Es handelt sich um Original-Miniaturen, die Heinrich Ernst Kromer zwischen 1897 und 1947 gezeichnet hat. Jahrelang in einer Schachtel aus festem Karton aufbewahrt, sind sie unversehrt geblieben.

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Das Vorstandsteam des Theatervereins plant eine Ausstellung der erworbenen Bilder. „Wir sind glücklich, jetzt in unserem Kultur- und Theaterverein eine neue zusätzliche Richtung der Kunst und Kultur abzudecken“, sagte die Vorsitzende Corinna Vogt.

„Die zwei Brüder“ nannte Heinrich Ernst Kromer dieses Bild, das 1942 entstand.
„Die zwei Brüder“ nannte Heinrich Ernst Kromer dieses Bild, das 1942 entstand. | Bild: Ursula Ortlieb

Sie informierte den Vorsitzenden der Heinrich-Ernst-Kromer-Gesellschaft, Günter Hoffmann, und vereinbarte, dass die Zeichnungen und Radierungen in das Werksverzeichnis, das bisher schon rund 1300 Arbeiten des Künstlers umfasst, aufgenommen werden. Auch Kloster-Archivarin Irmgard Blatter-Kramhöller wurde über den Erwerb der Werke informiert.

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Nach der Wiederholung des Theaterstücks „Zwischen den Welten“ im nächsten Jahr wird das Leben von Heinrich Ernst Kromer unter dem Titel „Die schwarze Rose“ aufgeführt werden. Ob das schon 2022 oder erst im Jahr 2023 sein wird, ist noch fraglich. Erika Buhr hat bereits das Rollenbuch geschrieben. Dass das Leben und Werk des aus Riedern am Wald stammenden Künstlers einmal mehr groß gewürdigt wird, kommentiert Corinna Vogt so: „Er hat es verdient.“

Das Porträt seines Vaters Dorus Kromer malte Heinrich Ernst Kromer im Jahr 1943.
Das Porträt seines Vaters Dorus Kromer malte Heinrich Ernst Kromer im Jahr 1943. | Bild: Ursula Ortlieb

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