Ein Raub der Flammen wurde ein Gebäude eines rund 200 Jahre alten Bauernhofs in Ewattingen. Ein Großaufgebot an Einsatzkräfte war am Dienstagabend gegen 22.10 Uhr notwendig, um gegen den Großbrand anzukämpfen. Bei dem Brand wurde ein 31 Jahre alter Mann leicht verletzt, vermisst wird ein Hund. Die Brandursache liegt noch im Dunkeln, den Sachschaden bezifferte die Polizei auf rund 200.000 Euro.

Das Dach des brennenden Hauses wurde zerstört.
Das Dach des brennenden Hauses wurde zerstört. | Bild: Olaf Thor

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch, gegen 22 Uhr, war der Gebäudebrand in Ewattingen gemeldet worden. Bei dem Gebäude handelt es sich um ein älteres Wohnhaus mit unbenutztem landwirtschaftlichem Scheunenanbau. Nach Informationen der Polizei wurde bei dem Brand ein 31-jähriger Mann leicht verletzt und mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung und Brandverletzungen in das Schwarzwald-Baar-Klinikum nach Villingen-Schwenningen gebracht.

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Zum Zeitpunkt der Brandentstehung befanden sich keine Personen im Gebäude. Der 31-Jährige habe sich beim Versuch, seine beiden Hunde aus dem brennenden Gebäude zu befreien, verletzt, teilt die Polizei mit. Einer der Hunde überlebte, der Zweite blieb verschwunden.

Vorsorglich wurden deutlich mehr Einsatzkräfte zum Brand in Ewattingen alarmiert, als am Ende gebraucht wurden.
Vorsorglich wurden deutlich mehr Einsatzkräfte zum Brand in Ewattingen alarmiert, als am Ende gebraucht wurden. | Bild: Olaf Thor

Bei Eintreffen der Einsatzkräfte der Feuerwehr befand sich das Gebäude bereits im Vollbrand und konnte nicht mehr gerettet werden. Die Löscharbeiten zogen sich bis in die Morgenstunden hin. Die Brandursache ist noch unbekannt. Der Sachschaden beläuft sich auf rund 200.000 Euro. Die weiteren Ermittlungen führt der Polizeiposten Bonndorf.

Stundenlang dauerte der Löscheinsatz in der Nacht zum Mittwoch.
Stundenlang dauerte der Löscheinsatz in der Nacht zum Mittwoch. | Bild: Olaf Thor

Insgesamt waren rund 80 Feuerwehrleute im Einsatz, die Wutacher Wehr, deren Gesamtkommandant Andreas Kaiser den Einsatz leitete, wurde von den Feuerwehren Bonndorf und Grafenhausen unterstützt. Wie der Pressewart der Feuerwehr Bonndorf, Olaf Thor, auf Nachfrage erläuterte, brannte das Wohnhaus mit landwirtschaftlichen Teil beim Eintreffen an der Einsatzstelle in voller Ausdehnung. Die Flammen schlugen schon meterhoch aus dem offenen Dach. Sofort wurde der unmittelbare Bereich um das Gebäude abgesperrt, zum einen, weil Stromleitungen brannten und herunterzufallen drohten, zum anderen, weil die Gefahr bestand, dass eine Giebelwand einstürzen könnte.

Menschen befanden sich beim Brand nicht mehr im Haus.
Menschen befanden sich beim Brand nicht mehr im Haus. | Bild: Olaf Thor

Die Feuerwehr Bonndorf begann mit den Löscharbeiten von der Drehleiter aus. Die Feuerwehren Ewattingen und Münchingen bauten zeitgleich eine funktionierende Wasserleitung auf und begannen in einem anderen Bereich mit den Löscharbeiten. Über eine Stunde lang wurde gegen das Inferno angekämpft. Unterstützt wurden die Feuerwehrleute noch von der Feuerwehr Grafenhausen.

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Die Feuerwehr Stühlingen war auch vor Ort, musste aber nicht mehr ins Geschehen eingreifen. Ebenso auf Anfahrt war die Feuerwehr St. Blasien mit der Drehleiter, diese konnte aber auf der Anfahrt wieder umdrehen. Zudem waren drei Krankenwagen, ein Notarzt und die DRK-Ortsgruppe Wutach vor Ort.

Die Ewattinger Wehr muss die ganze Nacht hindurch Brandwache schieben und ein Wiederaufflammen verhindern, indem die Glutnester abgelöscht wurden.