Cuenot hatte öffentlich behauptet, dass die Stadt Stühlingen im Zusammenhang mit den Förderanträgen für den Breitband-Ausbau wissentlich Subventions-Betrug begangen habe. Die damalige Bürgermeisterin, Isolde Schäfer, und der Gemeinderat hatten daraufhin Strafanzeige gegen den Rentner aus Stühlingen gestellt.

Im Januar 2017 hatten das Amtsgericht sowie im Februar 2019 das Landgericht Waldshut den 68-Jährigen jeweils zu einer Geldstrafe in Höhe von 900 Euro verurteilt. Justiz-Pressesprecherin Claudia Jarsunbek teilte auf Anfrage mit, dass es noch keinen Termin für die neuerliche Gerichtsverhandlung gebe. Weil Revisionen in Haft-Sachen Vorrang haben, werde die nächste Runde im Rechtsstreit zwischen der Stadt Stühlingen und Peter Cuenot voraussichtlich frühestens im Dezember stattfinden. „Ich sehe dem neuen Prozess mit Zuversicht entgegen“, betonte Cuenot in einem Schreiben an die Redaktion.