Das Ringen um den Einzug an die Rathaus-Spitze geht in eine zweite Runde. Bei der Bürgermeisterwahl am Sonntag hat keiner der vier Kandidaten im ersten Anlauf die erforderliche absolute Mehrheit der Stimmen erreicht. Nun fällt die Entscheidung über die Nachfolge von Isolde Schäfer am Sonntag, 15. Oktober. Die 54-jährige Amtsinhaberin war nach 24 Amtsjahren nicht mehr zur Wahl angetreten.

Klarer Sieger des ersten Wahlganges ist Joachim Burger (CDU) aus Wutach, auf den 1500 Stimmen (48,3 Prozent) entfielen, gefolgt von den parteilosen Kandidatinnen Kristin Schippmann aus Stühlingen (782 Stimmen, 25,1 Prozent), Antonia Dietsche aus Bonndorf (508 Stimmen, 16,3 Prozent ) und Heidrun Glaser aus Waldshut-Tiengen (311, zehn Prozent). Von den 4154 Stühlinger Wahlberechtigten sind 3154 auch an die Urnen gegangen. Dies entspricht einer Wahlbeteiligung von 75,9 Prozent, die damit exakt jener beim ersten Wahlgang 2009 entspricht.
 

Die Wahlergebnisse des 1. Wahlgangs der Bürgermeisterwahl 2017 in Stühlingen.
Die Wahlergebnisse des 1. Wahlgangs der Bürgermeisterwahl 2017 in Stühlingen. | Bild: SK-Grafik

Nachdem zuerst die Bundestagswahl hatte ausgezählt werden müssen, startete die Auszählung der Bürgermeister-Wahl – später als erwartet – erst gegen 19.30 Uhr. Aber schon nach einer guten dreiviertel Stunde verkündete Bürgermeisterin Isolde Schäfer in der Aula der Realschule das mit großer Spannung erwartete Ergebnis. Dort und vor dem Eingang drängten sich etwa 500 Menschen aus Stühlingen und den Nachbargemeinden und erwarteten höchst gespannt den Ausgang der Wahl. In ersten Reaktionen äußerten sich die Kandidaten folgendermaßen:

Kristin Schippmann: „Ich bin sprachlos und überwältigt – auch von der hohen Wahlbeteiligung. Und natürlich bleibe ich im Rennen“.

Antonia Dietsche: „Schade dass die Entscheidung nicht schon im ersten Wahlgang gefallen ist, aber ein zweiter Wahlgang scheint in Stühlingen schon historisch. Für mich ist das Ergebnis noch offen, aber zum Urnengang am 15. Oktober werde ich nicht mehr antreten.“

Heidrun Glaser: „Ich hätte gerne in Stühlingen mitgearbeitet und die Stadt gemeinsam mit den Bürgern weiter entwickelt. Aber die Wählerinnen und Wähler haben anders entschieden. Der Wahlkampf hat mir trotzdem viel Freude gemacht. Am 15. Oktober werde ich nicht mehr antreten.“

Joachim Burger: „Das ist ein super Ergebnis, und ich kann nur sagen: Auf geht’s zum 15. Oktober! Der Wahlkampf hat Spaß gemacht, und ich freue mich auf die neue Runde.“