Die Feuerwehr Rickenbach konnte in ihrer Hauptversammlung viele ihrer Mitglieder ehren, da erstmals die Bronzene Auszeichnung für 15 aktive Dienstjahre verliehen wurde. Die Ehrungen übernahm Kreisbrandmeister Dominik Rotzinger. Die Überreichung von 19 bronzenen, fünf silbernen und zwei goldenen Ehrennadeln stand auf seiner Liste. Schriftführer Martin Aust berichtete über ein relativ ruhiges Jahr, in dem indes etliche Wehrleute Lehrgänge und Seminare absolviert hatten. Neben seinem Lob fügte Gesamtkommandant Tobias Ücker auch einige kritische Anmerkungen an.

Mit Gold für 40 aktive Dienstjahre ausgezeichnet wurden Hans Joachim Hottinger und Harald Lütte, für 25 Jahre erhielten Bernhard Schleicher, Andreas Kaiser und Thomas Kammerer Silber, daneben ein strahlender Gesamtkommandant Tobias Ücker (von links)
Mit Gold für 40 aktive Dienstjahre ausgezeichnet wurden Hans Joachim Hottinger und Harald Lütte, für 25 Jahre erhielten Bernhard Schleicher, Andreas Kaiser und Thomas Kammerer Silber, daneben ein strahlender Gesamtkommandant Tobias Ücker (von links) | Bild: Karin Stöckl-Steinebrunner

Ücker sprach dabei die Problematik der Unterbesetzung tagsüber an, da viele Wehrleute auswärts arbeiten. Daher mahnte er eine stärkere Zusammenarbeit der Abteilungen sowie die Konzentration auf wenige Standorte an. Die Einsatz-Qualität dürfe nicht gefährdet werden. Deshalb müsse man Überlegung zulassen, alte Strukturen aufzubrechen, ohne jedoch Traditionen zu negieren. Bürgermeister Dietmar Zäpernick merkte an, mit der Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses in Rickenbach kämen durchaus mögliche Fusionen ins Spiel, für andere Abteilungen allerdings müssten dabei erst die baulichen Voraussetzungen geschaffen werden. Die Jugendfeuerwehr geht bei der Zusammenarbeit mit gutem Beispiel voran. Jugendleiter Benjamin Vogt, der aktuell neun Mitglieder betreut, berichtete über das Erfolgsmodell HeRiGöSt, die gemeinsamen Unternehmungen der Feuerwehrjugend von Herrischried, Rickenbach, Görwihl und Strittmatt.

Zu 27 Einsatzorten war die Rickenbacher Feuerwehr insgesamt gerufen worden, die Einsatzdauer betrug dabei rund 23,5 Stunden, die eingesetzte Mannschaftsstärke etwa 270 Mann. Sieben Mal war die Feuerwehr wegen Brand alarmiert worden, glücklicherweise jedoch ohne größere Feuerentwicklung. 14 technische Hilfeleistungen wurden angefordert, die gravierendsten waren zwei Verkehrsunfälle sowie der Absturz eines Segelfliegers. Zahlreiche Feuerwehrleute absolvierten Lehrgänge.

Die Abteilungen Bergalingen und Willaringen stellten unter den Gruppenführern Thomas Kammerer, Michael Vogt und Philipp Montsko vier Gruppen für das Bronzene Leistungsabzeichen zusammen, zudem gab es eine gemischte Gruppe zusammen mit Herrischried, für deren Zustandekommen und Durchführung sich der Herrischrieder Gesamtkommandant Christian Dröse ausdrücklich bedankte.

Tobias Ücker präsentierte zunächst einige statistische Daten. Von seinen aktuell 137 aktiven Feuerwehrleuten kommen 26 Prozent aus Rickenbach und Altenschwand, 24 Prozent aus Willaringen, 21 aus Hütten, 16 aus Bergalingen und 13 aus Hottingen. Das Durchschnittsalter der Wehrleute beträgt knapp 43 Jahre.