Der Verein Lebenswerter Hochrhein hat seit Montagabend eine neue Vorsitzende. Barbara Dohmen übernahm das Amt von Margot Thomann. Im kommenden Vereinsjahr liegt der Schwerpunkt wiederum beim 5G-Netz sowie dem Schutz der Insektenwelt.

Funknetz der fünften Generation im Visier

Die Vorsitzende Margot Thomann informierte an der Mitgliederversammlung ausführlich über die Aktivitäten des vergangenen Jahres. Es wurde einiges bewegt. Der Verein kam seiner Aufgabe, der Aufklärung der Bevölkerung über Gefährdungen der Lebensgrundlagen am Hochrhein, vollumfänglich nach. Hauptthemen, mit denen man sich beschäftigt hatte, waren Gefährdungen, die vom 5G-Netz ausgehen, sowie von den Glyphosaten (Hauptkomponente einiger Herbizide).

Bezüglich dem 5G-Netz hatte der Verein im November einen Vortrag mit Ulrich Weiner organisiert, mit dem Titel „5G-Internet der Dinge – Komfort oder Katastrophe“. Dieser informierte eindrücklich über die Gefahren durch den Ausbau der fünften Mobilfunkgeneration und war sehr gut besucht. Einen Meilenstein erreichte der Verein, indem er beim Gemeinderat ein offenes Ohr fand für eine pestizidfreie Gemeinde Murg.

Barbara Dohmen informierte über die Erkenntnisse, die sie in letzter Zeit auf verschiedenen Gebieten in Veranstaltungen und Veröffentlichungen gewonnen hatte. So hob sie auch her vor, dass im Bereich Bienensterben oft im Vordergrund stehe, dass die Pestizide schaden. Ganz klar seien diese aber nicht die einzige Gefährdung, sondern auch der Mobilfunk, denn dieser führe zu Störungen in der Orientierungsmöglichkeit, wodurch die Bienen oft nicht mehr zurück in ihren Bienenstock fänden. Ortsvorsteher Dieter Muck lobte: „Mir hat imponiert, was ihr auf die Beine gestellt habt. Es war eine tolle Arbeit vom gesamten Führungsgremium.“

Bei den Wahlen stellte die bisherige erste Vorsitzende, Margot Thomann, ihr Amt zur Verfügung. Die Mitglieder wählten einstimmig Barbara Dohmen zu ihrer Nachfolgerin. Der zweite Vorsitzende Reinhard Lang, Schriftführerin Heidi Matt und Kassiererin Jeannette Teeuwen-Mutter wurden wiedergewählt. Als Beisitzerinnen wählte die Versammlung Gerlinde Lang und Cornelia Hanske.

Auch im kommenden Jahr wird die Arbeit nicht ausgehen. Vor allem der Mobilfunk wird weiterhin im Zentrum der Vereinsarbeit stehen, aber auch das Thema Pestizide soll nicht vernachlässigt werden. Hier sollen vor allem auch die Landwirte angesprochen werden, bei denen man mit Einladungen bisher wenig Erfolg hatte. Wiederum soll ein Vortrag auf Ende Jahr lanciert werden, möglicherweise eine Verquickung von Mobilfunk und Pestiziden/Bienen, denn klar ist für alle: „Aufklärung ist dringend notwendig.“ Ins Auge gefasst wird auch, im Sinne einer Vereinspräsentation verschiedene Gruppierungen mit Infoständen ins Boot zu holen, mit der Zielsetzung „Vielfalt erhalten.“