Unter dem Motto „Kirchenexperimente“ wurden mehrere Gottesdienstvariationen zu verschiedenen Zeiten durchgeführt und die Resonanz innerhalb der Gemeinde überprüft. Dabei wurden die geltenden Hygienemaßnahmen beachtet und umgesetzt. Begonnen wurde um 9.30 Uhr mit einer sechs Kilometer langen Joggingrunde, die vom sportlichen Pfarrer Michael Born angeführt wurde. Im ruhigen Tempo wurden mehrere Stationen angelaufen, an denen gebetet wurde. Während des Laufens durfte die Gruppe aus circa 15 Personen ihren Gedanken freien Lauf lassen. Im Anschluss gab Pfarrerin Regine Born in der evangelischen Kirche in Laufenburg Inspirationen zu Gebet und Stille, was jedoch nur vereinzelt angenommen wurde. „Ich denke, die Menschen haben eher die Gesellschaft gesucht, als still und alleine in der Kirche zu verweilen“, beurteilt Mitorganisatorin Hanna Philipp die Resonanz dieses Angebotes.

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Deutlich besser angenommen wurde der von ihr geleitete Gottesdienst für Groß und Klein, der auf dem Spielplatz beim Laufenburger Freibad durchgeführt wurde. Etwa 30 Personen, vor allem in Familienverbünden, fanden sich zusammen und lauschten unter Anderem der Geschichte des zwölfjährigen Jesu im Tempel.

Am Sonntagabend traf sich eine kleine Gruppe zum Abschluss des Tages zum Kirchenlieder-Singen in der Codman-Anlage. Unter der Leitung von Margret Heilmann durfte sich jeder der Teilnehmer ein Lied aussuchen, das dann gemeinsam im Kreis gesungen wurde. So wurden beliebte Kirchenlieder wie „Gott ist gegenwärtig“, „Ins Wasser fällt ein Stein“ oder „Laudato si“ angestimmt. Zwischendurch wurde zudem ein Psalm gesprochen und das „Vater Unser“ gebetet.

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Die Kollekte der Kirchenexperimente wird für den evangelischen Frauenpilgerweg in Baden verwendet, der unter Anderem Frauen in Not auffängt. Am kommenden Sonntag, 27. September, findet ein letztes Kirchenexperiment statt, nämlich der Gottesdienst „Parken, Halten, Warten“ im Parkhaus Brunnenmatt in Laufenburg. Die evangelische Kirche hat mit diesen Experimenten gezeigt, dass sie bereit ist, die Komfortzone zu verlassen und neue Wege einzuschlagen.

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