Sanierung der Hans-Thoma-Schule über die Bühne gegangen ist. Um die notwendigen Maßnahmen noch abschließen zu können ist allerdings eine Aufstockung des Förderrahmens notwendig. Diesem stimmte der Gemeinderat nun mit großer Mehrheit zu.

Konkret sieht die Planung seitens der Stadt so aus: Der erste Teil der Sanierung der Freianlagen Rappenstein soll inklusive der Kosten für Privatmaßnahmen noch umgesetzt werden. Ebenso soll die Codmanstraße noch neu gestaltet werden, wie Roland Hecker von der Kommunalen Entwicklungsgesellschaft der LBBW darstellte. Dafür fallen laut Plan Kosten von 380000 Euro an. Zu erwarten sind Finanzhilfen von 228000 Euro, also 60 Prozent des Kostenrahmens. Den Rest muss die Stadt selbst tragen.

"Damit hätten wir von Westen her einen guten Abschluss geschafft", resümierte Bürgermeister Ulrich Krieger. Weitergehen soll es dann ab dem Jahr 2021 mit Arbeiten in Richtung Osten zur Brunnenmatt hin. Ein Bruch im Gesamtbild resultiere daraus nicht zwangsläufig, wie Roland Hecker darstellte: "Mittelfristig werden in diesem Bereich ohnehin weitere Maßnahmen notwendig." Damit konnte sich Ratsmitglied Bernhard Gerteis (FW) hingegen nicht anfreunden. Er enthielt sich seiner Stimme.

Vieles bereits umgesetzt

Dass im Rahmen des Sanierungsgebiets Dreispitz bereits eine beachtliche Menge an Maßnahmen realisiert wurde und zugleich im Lauf der Zeit eine Reihe zusätzlicher Projekte hinzugekommen sind, die ursprünglich gar nicht auf der Agenda standen, verdeutlichte Roland Hecker in seinem Überblick. "Zwei Drittel der Maßnahmen sind geschafft." Darunter befinden sich Brocken wie das Parkhaus Rheinterrasse, die Beseitigung von Brachen sowie der derzeit noch laufende Neubau des Kindergartens Rappenstein.

Bewilligt wurde im Jahr 2012 ein Förderrahmen von 833000 Euro, davon gab es 500000 Euro als Finanzhilfen. Der Eigenanteil der Stadt lag bei 333000 Euro. Ein echter Glücksfall sei laut Hecker das Sonderförderprogramm SIQ gewesen, zumal die Stadt das Glück hatte eine fertige Kindergartenplanung aus der Schublade nehmen zu können. Hier sei eine Million Euro geflossen, was die Situation sehr erleichtert habe.

Inzwischen seien 807000 Euro aus dem Regelprogramm abgerufen worden, und nach Abschluss der Arbeiten am ersten Abschnitt der Freianlagen Rappenstein sei die Situation günstig, um das Sanierungsprogramm zu unterbrechen, um andere Maßnahmen vorzuziehen.