Sie steht kurz vor einem weiteren Meilenstein in der Geschichte des Familienzentrum Hochrhein (Faz). Am kommenden Sonntag werden die neuen Räume im Riedpark offiziell eröffnet. Ulla Hahn, Leiterin und Initiatorin des Faz, kann Stolz auf das Erreichte sein. Man fühlt sich sofort zu Hause, wenn man vorbei an der selbst gebauten Empfangstheke in die großzügig ausgestatte Cafeteria eintritt.

Letzte kosmetische Arbeiten werden noch erledigt, bevor es am kommenden Sonntag offiziell eingeweiht wird. Im Riedpark entstand in Rekordzeit das „Neue Wohnzimmer“ des Familienzentrums Hochrhein.
Letzte kosmetische Arbeiten werden noch erledigt, bevor es am kommenden Sonntag offiziell eingeweiht wird. Im Riedpark entstand in Rekordzeit das „Neue Wohnzimmer“ des Familienzentrums Hochrhein. | Bild: Rolf Sprenger

Ein offener Treff für Jung und Alt

„Wir wollten ein öffentliches Wohnzimmer schaffen, welches als Anlaufpunkt für Jedermann dienen soll“, erklärt Ulla Hahn, „es soll als Treffpunkt für alle Generationen und Ratsuchenden dienen. Mit unseren Angeboten wollen wir die Menschen miteinander vernetzen und die sozialen Kontakte fördern“, fährt sie fort.

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Vor der offiziellen Eröffnung wollte Ulla Hahn sich bei den Menschen bedanken, die das Projekt möglich gemacht haben. „Thomas Schäuble war der Vorreiter für die Idee eines Neubaus“, erzählt Ulrike Holzwarth, die ehrenamtlich die Faz-Leitung unterstützt. „Ohne seinen Einsatz und seiner Überzeugung, wäre das hier nicht möglich gewesen.“

Im Geist des Miteinander und Füreinander

Nach seiner Motivation gefragt, antwortete Thomas Schäuble: „Ich bin vom Konzept der sozialen Rendite überzeugt. Wir wollen Ränder abbauen und einen besonderen Geist in der Gemeinde schaffen. Einen Geist des Miteinander und Füreinander. Wir wollen präventiv arbeiten, um Menschen, die am Rand der Gesellschaft leben, abzuholen. Es brauche dazu aber Protogonisten wie Ulla Hahn und ihre mehr als hundert ehrenamtliche Mitstreiter, um solch ein Projekt mit Leben zu füllen.“

Unterstützer helfen bei Umsetzung

Hilfreich sind dabei auch unerwartet auftauchende Gönner und Unterstützer. So wie Ulrike Holzwarth. Kurz nachdem der Gemeinderat grünes Licht für den Neubau gegeben hatte, wurde sie bei Thomas Schäuble vorstellig und sicherte ihm eine finanzielle Unterstützung für das Familienzentrum zu.

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1,2 Millionen Euro brachte sie – in Form einer Stiftung – in das Projekt ein. „Ich hatte von Beginn an die Entwicklung beobachtet. Für mich war klar, wenn ich meine Firma nicht mehr habe, will ich mich hier mit einbringen. Dieser Geist ist ansteckend“, erläutert Sie ihre Beweggründe.

Ein weiterer Mitstreiter ist Fabian Kummle, Geschäftsführer des Möbelmarktes in Dogern. „Ich bin stolz darauf, dass wir hier mithelfen durften. Ich kenne Ulla Hahn schon seit Kindheitstagen und verfolge begeistert ihre tolle Arbeit.“ Deshalb hat der Möbelmarkt Dogern dem Familienzentrum für die komplette Einrichtung von der Cafeteria und den Büroräumen Sonderkonditionen eingeräumt.

Ulrike-Holzwarth-Stiftung

Die Ulrike-Holzwarth-Stiftung fördert Jugend-, Familien- und Altenhilfe, das Bildungs- und Erziehungswesen sowie das Wohlfahrtswesen in der Gemeinde Lauchringen.

Die Gründungsstifterin hat 1,2 Millionen Euro in die Stiftung eingelegt, mit dem Zweck, insbesondere das Familienzentrum Hochrhein zu fördern. Die Gemeinde Lauchringen fungiert als Treuhänderin.

Zur Erfüllung des Stiftungszwecks werden nicht das Stiftungskapital, sondern nur dessen Zinsertrag und eingehende Spenden verwendet. Die Stiftung hat sich verpflichtet mit diesem „Ertrag“, teilweise die laufenden Kosten für den Betrieb des Familienzentrums zu decken und teilweise andere soziale Zwecke in Lauchringen zu unterstützten.