„Seit einigen Jahren kommt es immer wieder dazu, dass Wiesen verschwinden und zu Ackerflächen werden“, stellt Andreas Merk, Vorsitzender des BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz) Jestetten, fest.

Das Landwirtschaftsamt hat sich der Sache angenommen, bislang jedoch noch keine Rückmeldung erhalten. „Das Landwirtschaftsamt hat bislang keine Anzeigen wegen Umbrüchen von Grünland aus dem dortigen Bereich erhalten. Die Schwierigkeit liegt darin, dass Schweizer Landwirte häufig keinen gemeinsamen Antrag stellen und somit die automatischen Grünlandabgleiche über den gemeinsamen Antrag nicht möglich sind“, sagt Michael Swientek, Pressesprecher des Landratsamts.

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Dieses Verhalten der Landwirte aus dem Nachbarland sorge immer wieder für Verwunderung bei der einheimischen Bevölkerung. Grundsätzlich sei es verboten, Grünland als Ackerfläche zu nutzen. Ein Grund ist der Verlust von Lebensraum für Insekten, die auf Blühpflanzen angewiesen sind.

„Wir haben ein gutes Verhältnis zu den schweizerischen Landwirten, und die allermeisten halten sich auch an Recht und Gesetz“, sagt ein Landwirt aus dem Jestetter Zipfel, der nicht namentlich genannt werden will, da er um die heikle Beziehung zwischen deutschen und schweizerischen Landwirten in der Grenzregion weiß.

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Andreas Merk vom BUND wird da deutlicher: „War der Wiesenumbruch illegal, dann erwarte ich von der zuständigen Behörde, dass sie eine Rückabwicklung durchsetzt und es nicht bei einer vom Landwirt eh schon eingepreisten Geldbuße belässt.“

Im Jestetter Zipfel bewirtschaften schweizerische Landwirte große Teile der Kulturlandschaft und überqueren auch in Corona-Zeiten nach wie vor die Grenze zur Bewirtschaftung ihrer Felder. Allerdings ist es verboten, auf Feldwegen die Grenze zu übertreten.

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