Michael Maniura war in über 40 Jahren fast überall auf der Welt – und hat von seinen Reisen nicht nur viele Eindrücke, sondern auch über 17 000 Dias mitgebracht. Mittlerweile sind daraus drei Reisebücher entstanden, in denen er den Leser rund um den Globus mitnimmt zu den schönsten Plätzen und Naturschönheiten. Versehen sind die Bilder mit kurzen Informationen, persönlichen Geschichtchen und augenzwinkernden Kommentaren.

<strong>Drei Bücher</strong> hat Michael Maniura aus Lienheim bislang veröffentlicht. In Bildern, mit kurzen Kommentaren versehen, erzählt er von seinen Reisen rund um die Welt und der Bundeshauptstadt Berlin.
Drei Bücher hat Michael Maniura aus Lienheim bislang veröffentlicht. In Bildern, mit kurzen Kommentaren versehen, erzählt er von seinen Reisen rund um die Welt und der Bundeshauptstadt Berlin. | Bild: Sabine Gems-Thoma

Rheinländer am Hochrhein

In Frankfurt geboren, im Rheinland aufgewachsen, kam Michael Maniura 1985 nach Süddeutschland, lebte zunächst am Bodensee und als der hauptsächlich als Entwickler im Informatikbereich tätige Datenverarbeitungskaufmann 1989 eine Anstellung in Zürich fand, suchte er sich einen Wohnort in Grenznähe. Nach Stationen in Rheinheim und Kadelburg wurde er 1994 durch einen Freund auf ein Haus in Lienheim aufmerksam gemacht, kaufte es, und blieb.

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Im März 2016 ging er in Rente. Was tun, wenn man endlich Zeit hat? Nur herumsitzen und die Wand anschauen, das war Michael Maniuras (65) Sache nicht, sagt er. Und tat, was er schon lange machen wollte: Seine vielen tausend Dias, die er von seinen zahlreichen Reisen mitgebracht hatte, digitalisieren, damit sie erhalten bleiben.

Nach dem Abitur auf Tour

Angefangen hat seine Leidenschaft zu Reisen 1973, kurz nach dem Abitur. In über 40 Jahren hat er in seinen Ferien fast die ganze Welt gesehen und wollte das Gesehene in Bildern festhalten. Dabei interessieren ihn vor allem Architektur und Naturlandschaften. "Das, was Menschen und Natur gebaut haben, das wollte ich einfach wiedergeben, so wie es ist."

<strong>Seltene Bauten:</strong> Heute nicht nur exotisches, sondern unerreichbares Ziel ist Schibam im Jemen, das „Manhattan aus Lehm“, bekannt aus Fellinis Film „Erotische Geschichten aus 1001 Nacht“. Das Foto entstand zwischen dem 5. und 7. Februar 1993.
Seltene Bauten: Heute nicht nur exotisches, sondern unerreichbares Ziel ist Schibam im Jemen, das „Manhattan aus Lehm“, bekannt aus Fellinis Film „Erotische Geschichten aus 1001 Nacht“. Das Foto entstand zwischen dem 5. und 7. Februar 1993. | Bild: Michael Maniura

Nur in Australien war er noch nicht. "Das kann ich noch mit 80 machen", schmunzelt er und hat kürzlich ausgerechnet: "Ich müsste ungefähr 300 Jahre alt werden, um alles zu sehen, was mich interessiert. Allmählich muss ich auswählen".

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Reiseeindrücke auf Facebook

Doch beim Digitalisieren blieb es nicht. Für seine Freunde stellte er die schönsten Aufnahmen auf Facebook ein, versehen mit kurzen Hintergrundinformationen, launigen Kommentaren und netten Geschichten. Dafür bekam er viel Zuspruch. Und seine Schwiegertochter hatte die Idee, ein Buch daraus zu machen.

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Im Münchener Literareon Verlag fand er einen Herausgeber für ein erstes Werk "Reise um die Welt in vierzig Jahren", der Titel in Anlehnung an einen weltberühmten Roman von Jules Verne. Und weil er durch regelmäßige Besuche von Freunden eine besondere Affinität zur Bundeshauptstadt Berlin hat, entstand bald ein zweites Buch: "Vierzig Jahre Berlin", eine Fundgrube für alle Berlinfreunde mit Aufnahmen, die die spannenden Entwicklung der einst geteilten Stadt zeigen. Das dritte Buch ist einem ganz speziellen Thema gewidmet, der "Seidenstraße", und ganz frisch erschienen.

Lesung: Wer mehr über den Autor wissen und ihn kennenlernen möchte, hat bei "Herbstzeit=Lesezeit", der alljährlichen Büchervorstellung des SPD-Ortsvereins, am 21. November, 20 Uhr, Schule Hohentengen, Gelegenheit dazu.