„Wir kommen nicht drum herum einen Nachtragshaushaltsplan zu erstellen, die Projekte sind nur mit Fremdmitteln finanzierbar“, begründete Bürgermeister Christian Dröse den Schritt in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats.

Drei Projekte

Konkret handelt es sich um drei Projekte, mit einem Finanzbedarf von 450.000 Euro. Die Gemeinderäte befürworteten einstimmig den vorgelegten Plan. Gemeindekämmerer Roland Frank stellte den Gemeinderäten den Nachtragshaushaltsplan vor. Als Grund für den Nachtrag nannte der Kämmerer, dass Fremdmittel für die notwenigen Investitionen benötigt würden, da die Gemeinde diese nicht selber stemmen könnten. Und er versicherte: „Das Geld kommt wieder rein.“

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Vor allem bei den Grunderwerben sei dies der Fall und auch die neuen Wasserzähler, die momentan zwar mit 130.000 Euro einen hohen finanziellen Aufwand bedeuteten, machten sich letztendlich aber bezahlt. Im Rahmen der Wasserversorgung soll eine Neueinrichtung und Umstellung der Wasserzähler auf induktive Geräte erfolgen. In der letzten Gemeinderatssitzung beschlossen die Gemeinderäte mehrheitlich, diesen Weg zu gehen.

Der größte Brocken

Die 300.000 Euro für den Grunderwerb im Gewerbegebiet „Rütteweidling“ sind der größte Brocken im Nachtragshaushalt. Allerdings ist dies auch ein bedeutendes Projekt. Gemeinderätin Nicole Allgaier (CDU) sagte dazu: „Das Gewerbegebiet ist unheimlich wichtig, wir müssen jetzt zuschlagen und nicht noch ein Jahr warten.“ Ein weiterer Grunderwerb für 20.000 Euro soll die Erweiterung des Friedhofs sicherstellen, da der Platz allmählich knapp wird. Geplant ist zudem, einen so genannten Friedwaldbereich anzulegen.

Kritik an Kommunikation

Grünen-Gemeinderat Ulrich Gottstein bemängelte angesichts des Nachtragshaushalts, dass im Vorfeld zu wenig kommuniziert worden sei. In Zukunft müsse das besser werden, betonte er. Roland Frank hielt dagegen, dass es keine Frage der Kommunikation sei, sondern dass neue Erkenntnisse zu diesem Schritt bewogen hätten. Das Landratsamt habe im Vorfeld seine Zustimmung zum Nachtragshaushalt signalisiert, berichtete Roland Frank.

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Der Haushaltsplan sah für 2021 einen Kreditrahmen von 1,770 Millionen Euro vor. Der Nachtragshaushalt sieht nun einen Betrag von 2,220 Millionen Euro vor. Die Projekte des Nachtragshaushalts: Wasserversorgung, Neueinrichtung und Umstellung der Wasserzähler auf induktive Geräte: 130.000 Euro; Grunderwerb, Friedhof Erweiterung: 20.000 Euro; Grunderwerb, Gewerbegebiet „Rütteweidling“: 300.000 Euro.