Damit die Gemeinde beim Breitbandausbau Unterstützung beim Hausanschlussmanagement bekommt, hat der Gemeinderat einem Rahmenvertrag mit der Herrischrieder Firma KSL Ingenieure GmbH zugestimmt. Dies ist ein weiterer Baustein auf dem Weg zum schnellen Internet.

Die Firma wird beispielsweise Verträge mit den Hausbesitzern abschließen, die Kommunikation mit den Grundstücksbesitzern im Bereich der Leitungsführung und des Anschlusses auf dem Privatgelände managen sowie das zentrale Datensystem pflegen. Die Leistungen, die die Firma im Stundenlohn erbringen wird, und die nach Bedarf erfolgen sowie nach den tatsächlich erbrachten Stunden plus Nebenkosten abgerechnet werden, sind zu 90 Prozent förderfähig. Bei einer 90-prozentigen Förderung wird es nach derzeitigen Stand bleiben.

CDU-Gemeinderätin Nicole Allgaier stellte die Frage an Bürgermeister Dröse, ob sich in dieser Angelegenheit etwas getan habe. Denn noch im letzten Jahr ging die Gemeinde davon aus, dass eine 100-prozentige Förderung drin wäre. Es gibt für den Breitbandausbau Zuschüsse vom Bund (50 Prozent Hauptförderung plus zehn Prozent als finanzschwache Gemeinde) und vom Land (30 Prozent), also in einer gesamt Höhe von 90 Prozent.

Alt-Bürgermeister Christof Berger hatte Widerspruch eingelegt, da er von einer kompletten Förderung ausging. Der Widerspruch führte jedoch nicht zum erhofften Ergebnis. „Wir werden vermutlich auf den restlichen zehn Prozent sitzenbleiben“, so Dröse. Diese zehn Prozent sind der Eigenbeitrag, den die Gemeinde leisten muss. Jedoch könnten diese Kosten später wieder über Nutzungsverträge generiert werden, argumentierte Dröse.