Gleichzeitig mit der diesjährigen Hauptversammlung feierte der Verein Simba Kufunda sein fünfjähriges Bestehen. Dazu hatte Vereinsgründerin Ariadne Birth in die Sonnenhalde in Görwihl eingeladen, die in Görwihl lebenden syrischen Familien hatten Leckereien aus ihrer heimatlichen Küche mitgebracht, wie gewohnt gab es einen Stand mit den Erzeugnissen aus Kufunda, eine Bildergalerie und als besonderes Schmankerl zu Beginn ein Konzert.

Ariadne Birth erinnerte daran, dass alles mit Musik angefangen hatte, und so wolle man auch das kleine Jubiläum mit Musik eröffnen. Am Anfang nämlich stand ein Benefizkonzert des von einer Schülergruppe der Freien Waldorfschule Dachsberg gegründeten Orchesters, dessen Erlös dank des Hinweises einer Freundin an eine kleine Waldorfinitiative in Simbabwe ging.

Zum Fünfjährigen nun hatten die drei Schwestern Berenike, Dorothea und Ariadne Birth nach langer Zeit wieder einmal gemeinsam zu ihrem Instrumenten, Harfe, Cello und Geige, gegriffen, und zwei Trios einstudiert, eine von der Harfe angeführte Sonate des tschechischen Klassikers Johann Baptist Krumpholz mit einem fröhlichen ersten, einem ganz zarten zweiten und einem spritzigen, mit Streicherpizzicati durchsetzten dritten Satz, sowie eine Romanze von Michail Glinka, in der das Cello die Melodiestimme exponiert. Darin eingebettet trug Berenike Birth Solostücke für Harfe vor, eine Sonate von Giovanni Battista Pescetti mit einem quirligen ersten, einem sehr ausdrucksvollen zweiten und einem überschäumenden dritten Satz, sowie das zauberhaft rauschende Frühlingsblütenmeer des „Chanson de mai“ von Alphonse Hasselmans.

Nach der Musik gab Kelvin Maruza den zahlreichen Zuhörern in der Sonnenhalde einen kurzen bebilderten Überblick über das Leben in Kufunda Village. Auch Ariadne Birth hatte sich damals mit eigenen Augen überzeugen wollen, wohin ihre Spende geflossen war, reiste kurzerhand nach Simbabwe – und kam vollkommen fasziniert zurück. Sie absolvierte ihr Sozialpraktikum in Simbabwe, formulierte als Jahresarbeit in der 12. Klasse die Satzung, und als sie dann 18 geworden war, konnte sie im April 2014 ihren Verein gründen. Seither haben viele Besuche und Gegenbesuche stattgefunden, Kindergärtnerinnen aus Simbabwe haben in der Klappermühle in Görwihl bei Johanna Birth hospitiert, und sie fuhr zu Workshops in die Kindergärten in Simbabwe.

Der Tätigkeitsbericht in der diesem Rückblick folgenden Generalversammlung offenbarte die weitere Arbeit des Vereins. Er präsentiert sich regelmäßig mit Ständen, etwa beim Tag der offenen Tür in der Sonnenhalde oder beim Bazar der Waldorfschule in Urberg. Im Rahmen des Kinderferienprogramms bietet er Erlebnistage zum Thema Afrika an, und im vergangenen Jahr fand kein Workshop statt, sondern von den 8100 Euro, die nach Kufunda geflossen waren, waren die 7000 sonst für den Workshop reservierten Euro diesmal für den Schulneubau bestimmt.

2019 wird es wieder einen Workshop in Simbabwe geben und vor Ort Stände, unter anderem am verkaufsoffenen Sonntag am 12. Mai in Görwihl, im Juni wird eine Musikgruppe aus Simbabwe in Görwihl gastieren, die Mitwirkung beim Ferienprogramm ist wiederum geplant, und angedacht ist auch ein Vortrag über den Verein Simba Kufunda an der Freien Hochschule für Waldorfpädagogik in Stuttgart.