Im 650. Jubiläumsjahr der Einungen in der Grafschaft Hauenstein wurde am Samstag ein von zwei Friedenslinden umrahmtes Einungsmeisterdenkmal eingeweiht. „Auf das an die Habsburger, die Einungen und die Grafschaft Hauenstein erinnernde Denkmal kann Dogern stolz sein“, erklärte Bürgermeisterstellvertreter Heinz Jockers. Er dankte im Auftrag des im Urlaub weilenden Bürgermeisters Fabian Prause allen, die sich an der Realisierung und vor allem der Finanzierung des steinernen Zeitzeugens eingeklinkt hatten. Die Einweihung wurde vom Männergesangverein Dogern unter der Leitung von Ulrich Tomm gesanglich umrahmt.

Eine Reihe von Gästen konnte der Vorsitzende des Förderkreises Geschichte der ehemaligen Grafschaft Hauenstein, Baron Leopold Freiherr von Schönau-Wehr (rechts), zur Einweihung des Denkmals in Dogern willkommen heißen.
Eine Reihe von Gästen konnte der Vorsitzende des Förderkreises Geschichte der ehemaligen Grafschaft Hauenstein, Baron Leopold Freiherr von Schönau-Wehr (rechts), zur Einweihung des Denkmals in Dogern willkommen heißen. | Bild: Doris Dehmel

Dank gebührte an diesem Nachmittag auch der Gemeinde Dogern für die Bereitstellung des Geländes in unmittelbarer Nähe zur evangelischen Kirche, dem Bauhof für die handwerkliche Unterstützung und den beiden anwesenden Patres aus dem schweizerischen Matran/Fribourg, die vor zehn Jahren die damals aus dem restlichen Wurzelwerk der „Friedenslinde“ nachgezüchteten Bäumchen zur Verfügung stellten. Im Dogerner Wald zum Heranwachsen gepflanzt, hatte sich der Einheimische Jürgen van Cuyck gekümmert, ehe die stattlichen Bäume jetzt den richtigen Standort fanden.

Als ein Höhepunkt im Jubiläumsjahr, das wegen der Pandemie viele Einschränkungen mit sich brachte, bezeichnete Baron Leopold Freiherr von Schönau-Wehr die Einweihung des Einungsmeisterdenkmals, das durch Pfarrer i. R. Hans-Willhelm Herrmann und Pastoralreferent Konrad Sieber und einem gemeinsamen Gebet der Gäste den kirchlichen Segen erhielt.

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Vom Vorsitzenden des Vereins zur Förderung der Geschichte der ehemaligen Grafschaft Hauenstein wie auch von Ehrenredmann Heinrich Dold galt der Dank vor allem dem Spender und seiner von Luzia Schmid verwalteten Hanspeter-Ebner-Stiftung „Pro Dogern“.

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Peter Ebner selbst stellte nach der Enthüllung des Denkmals das im Steimetzbetrieb Peduzzi in Rickenbach entstandene Kunstwerk vor. Aus einem aus dem Elsass stammenden Buntsandsteinblock entstand der 1,5 Tonnen schwere und in wochenlanger Arbeit hergestellte steinerne Zeitzeuge in Mannesgröße an einen Grenzstein angelehnt und auf einem Sockel stehend.

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Mit den beiden Friedenslinden und dem Einungsmeisterdenkmal, das zur Ehre der gewesenen, gewählten Einungsmeister, so Heinrich Dold, aufgestellt wurde, sei die Geschichte vollendet. Lebendig gehalten wird diese von der vor 25 Jahren durch den späteren Ehreneinungsmeister Paul Eisenbeis wieder gegründeten Einungsmeisterrunde.