Der Gemeinschaftsraum in Vogelbach wird grundsaniert. Gemeinderat und Trachtenkapellenmitglied Lothar Behringer hatte die Gelegenheit beim Schopf gepackt, dass im Haushalt der Gemeinde für solche Maßnahmen 15 000 Euro eingestellt worden waren. Er hat die Organisation des gesamten Projekts in die Hand genommen und alle Vereine, die den Raum nutzen, zur Mithilfe motiviert. Anfang März erfolgte der Startschuss, Ende April ist ein Tag der offenen Tür geplant, an dem sich alle Interessierten das Ergebnis der umfangreichen Bemühungen anschauen können.

„Das war eine tolle Gemeinschaftsleistung, jeder hat nach seinen Möglichkeiten mitgeholfen“, sagt Lothar Behringer, und egal, ob jemand fünf Stunden oder 50 investiert habe und ob letztlich 600 oder 800 Arbeitsstunden zusammengekommen seien, die Motivation sei entscheidend, und die habe bei allen gestimmt. Schließlich können die Vereine den Gemeinschaftsraum das ganze Jahr über kostenlos nutzen, die Gemeinde stellt die gesamte Infrastruktur zur Verfügung, sodass die Trachtenkapelle Dachsberg, die Frauengemeinschaft Hierbach sowie der Kirchenchor Hierbach-Ibach immer ein warmes Probenlokal vorfinden und jederzeit einen Platz für ihre Aktivitäten haben, in der Vergangenheit wie auch in der Zukunft.

Angefangen hatte das ganze Projekt mit dem Ansinnen, die seit Jahren sanierungsbedürftigen Toiletten auf Vordermann zu bringen. Zum Startschuss der Maßnahme am 3. März waren zeitweilig bis zu 40 Arbeitswillige anwesend, und jeder fand auch etwas zu tun. Die Arbeiten zogen weitere Kreise, die zahlreichen Handwerker unter den Mitgliedern der Trachtenkapelle übernahmen das Grundsätzliche, die Frauen putzten und sorgten zwischendurch auch für die Verpflegung der ehrenamtlich Tätigen.

Zunächst wurden alle alten Sanitäreinrichtungen ausgebaut, was in Abstimmung mit den Fachleuten den Abbau der Fliesen und die Demontage der Türen nach sich zog. Bald standen die Räume quasi im Rohbau da. Die unterschiedlichen Ebenen bei den Toilettenanlagen wurden angeglichen, nach weiteren Zwischenrechnungen folgte der Beschluss, auch den Boden im Flur gleich mit neu zu verfliesen. Die Narrenzunft spendete das Material für die Bretterwand hinter der Theke. Mittlerweile hatte der Gemeinderat nochmals 5000 Euro nachgelegt, Spenden von jeweils 2000 Euro seitens der Trachtenkapelle sowie von der Sparkasse kamen hinzu, die vereinseigenen Handwerker brachten Material und Arbeitszeit ein.

„Am Ende wird der Gemeinschaftsraum ein richtiges Schmuckstückchen“, verspricht Lothar Behringer stolz. Die Frauen haben die Holzdecke abgewaschen, überall werden LED-Lampen angebracht, in den Toilettenanlagen mit integrierten Bewegungsmeldern, damit zukünftig auch wirklich alle Lichter aus sind, wenn der letzte Probenbesucher den Raum verlassen hat. Neben dem völlig neu ausgebauten Sanitärbereich hat auch die gesamte Etage einen neuen, hellen, freundlichen Anstrich bekommen.

Letztlich hat der Hallenboden auch nicht mehr dazu gepasst, und nach einer weiteren Hochrechnung der Kosten wurde dort ein neuer, strapazierfähiger PVC-Boden verlegt. Wandleisten sorgen dafür, dass der Abstand der Stühle zu den Wänden eingehalten wird, Edelstahlwinkel an den Türrahmen garantieren ebenfalls längere Haltbarkeit. Die Lieferung der Türen steht aktuell noch aus, auch die Küchenelemente müssen noch eingebaut werden, aber ein Ende ist mittlerweile abzusehen.

„Die eingebrachte Leistung und das überragende Engagement stehen in keinem Verhältnis zu den Kosten“, sagt Behringer überzeugt, auch wenn diese letztlich etwas höher ausgefallen sind als ursprünglich kalkuliert. Der Schweiß und der viele Staub hätten sich rundum gelohnt. Alle seien mit Freude dabei gewesen, es habe keinen Stress gegeben, keine Unfälle und am Ende stehe ein quantitativ wie qualitativ hochwertiges Ergebnis, das als nachhaltig angesehen werden könne.