Bad Säckingen (ska) Das Schmuckstück der Stadt Bad Säckingen präsentiert sich im neuen Glanz. Seit 40 Jahren ist der Kursaal in der Innenstadt der Dreh- und Angelpunkt, wenn es um Veranstaltungen geht. „Der Fußboden war Totalschaden“, resümiert Joachim Wolter vom Stadtbauamt, der die Bauarbeiten beaufsichtigt hat. Auch die sanitären Anlagen und die Technik im Kursaal waren nicht mehr zeitgemäß.

„Eigentlich waren die Bauarbeiten im Sommer geplant“, so Wolter weiter. Doch in diesem Fall spielte Corona und der damit verbundene Lockdown mit dem Wegfall sämtlicher Veranstaltungen, der Stadtverwaltung in die Hand. Die Bauarbeiten wurden kurzerhand vorgezogen. „Wie hätten wir es der Bevölkerung verkaufen sollen, wenn es nach der Krise endlich wieder Veranstaltungen gibt und wir schließen den Kursaal wegen den Bauarbeiten?“, erklärt Thomas Ays, Leiter des Amtes für Tourismus und Kultur.

Immer wieder sind im Kursaal selbst oder im Foyer kleinere Maßnahmen durchgeführt und im vergangenen Jahr neue Stühle angeschafft worden. Aber diesmal sollte es ans Eingemachte gehen und das gleich mit schwerem Gerät. Denn in der Ecke des Kursaals ist die Verglasung herausgenommen worden und gleich zwei Bagger wurden durch den Erker in den Saal gehievt. Diese sind beherzt an die Arbeit gegangen und haben den Fußboden samt Estrich in vier Tagen herausgerissen. „Trotzdem musste mit Augenmaß gearbeitet werden“, erklärt Wolter. Denn die Bühne sollte erhalten bleiben. Inzwischen glänzt der Boden in einem schicken Eichenstab-Parkett. Weil der Boden draußen war, war auch die Gelegenheit, die Datenleitungen zum Beispiel für Präsentationen mit dem Beamer, neu zu verlegen. Denn bis dahin, gab es keine Leitungen im Kursaal. Auch die Ton- und Lichtleitungen sind von hinten in die Mitte des Kursaals verlegt worden. „Wir hatten bereits beim Kammermusikabend die Gelegenheit uns zu überzeugen, dass das die richtige Entscheidung war“, freute sich Ays. Auch die Wandvertäfelung im Kursaal ist gründlich gereinigt und aufpoliert worden. „Das hat sich wirklich gelohnt“, so der Leiter des Tourismus- und Kulturamtes weiter.

Das gleiche Schicksal wie der Fußboden im Kursaal, ereilte auch die Toilettenanlagen im unteren Bereich des Kursaals. Allerdings ohne Bagger. „Der Charme der 80er ist auch dort verschwunden“, schmunzelt Bürgermeister Alexander Guhl. Die braunen Fliesen wurden herausgeklopft und sind einem modernen, hellen Belag gewichen. Weiter wurden die Brandschutzmaßnahmen verbessert und die Belüftung erneuert. Weiter wurde auch die Behindertentoilette saniert.

480.000 Euro waren für die Renovierungsarbeiten im Kursaal vorgesehen. 420.000 Euro hat es gekostet. 160.000 Euro wurden vom Land übernommen. „Bedenkt man, dass im Landestopf für Tourismus nur acht Millionen sind, wurden wir sehr gut bedacht“, freut sich Guhl. Mit den Arbeiten wurden mehrheitlich ortsansässige Handwerker beauftragt und auch die Mitarbeiter der Technischen Dienste haben mitgearbeitet.

Aber nicht nur der Kursaal selbst hat eine Auffrischung erhalten. Im Foyer sind die Stehtische im hinteren Bereich verschwunden und eine neue Einrichtung sowie eine einheitliche Bepflanzung geben ein modernes Bild ab. „Der Plan der Stadtverwaltung ist voll aufgegangen“, freut sich der Bürgermeister. Denn mit der Beendigung der Bauarbeiten durften sich die ersten Veranstaltungen nach dem Lockdown nahtlos anschließen.

Voraussichtlich in zwei Jahren plant die Stadtverwaltung, auch die Verglasung und den Sonnenschutz zu erneuern. Und auch der untere Konferenzraum K2 soll modernisiert werden.

Unser bestes Angebot ist wieder da: die Digitale Zeitung + das neuste iPad für 0 €