Helmut Kohler

„Hitze und Blitze“, das war das Motto des ersten Sommermonats in Bad Säckingen. Laut Meteo Schweiz war es in der Schweiz der zweitwärmste Juni seit Messbeginn 1864. In Bad Säckingen war der gegenüber der Norm von 1991 bis 2020 um 2,4 Grad zu warme und 6,5 Stunden zu sonnenscheinarme Juni nach 2003 und 2017 der drittwärmste seit Messbeginn 1966. Trotz vieler Gewitter war es mit einem Niederschlagsdefizit von 23,6 Litern pro Quadratmeter der fünfte zu trockene Monat in diesem Jahr.

Das Wetter verschlief mit Tief „Kerstin“ den Start in den meteorologischen Sommer am 1. Juni, zumindest, in Hinblick auf die Temperatur. Man spricht erst ab 25 Grad von einem Sommertag. Mit 27,6 Grad wurde am 4. Juni der erste Sommertag des Monats erreicht. Da die Luft überwiegend vom Atlantik her wehte, war sie in Verbindung der Tiefs „Maya“ und „Nana“ recht feucht. Der Niederschlag summierte sich bis zum 9. auf 25,2 Liter pro Quadratmeter.

Temperatur-Tief

Mit 8,6 Grad sank die Temperatur am 10. auf die tiefste Temperatur des Monats. Durch Hoch „Cenk“, ein Ableger des Azorenhochs, kam der Sommer ab 10. zurück. Mit Sonnenschein erreichten wir am 12. mit 30,4 Grad den ersten Hitzetag.

War die erste Juniwoche 1 Grad zu kalt, zeigte sich die erste Junihalbzeit 0,8 Grad zu warm, mit 29 Liter pro Quadratmeter fielen 27 Prozent des normalen Juniniederschlages, die Sonne schien an 129 Stunden 49 Prozent des Junisolls.

Temperatur-Hoch

Die zweite Hälfte begann mit einem kurzen Gewitter, das 3,4 Liter pro Quadratmeter Regen brachte. Mit heißen Luftmassen aus Südwesten startete die erste Hitzewelle. Die Temperaturen kletterten täglich auf mehr als 30 Grad. Nachdem das Thermometer am 18. auf 34,4 Grad anstieg, erreichten wir einen Tag später mit 35,9 Grad den Höhepunkt. In der Nacht auf den 20. sank die Temperatur nicht unter 20,7 Grad, die erste Tropennacht des Jahres raubte einigen Menschen den Schlaf. Auch am 20. und 21. Juni stieg die Temperatur über 30 Grad. Mit den schwül-heißen Luftmassen bildete sich am 21. das erste Gewitter.

Nach Hitze und milden Nächten gingen ab 22. die Temperaturen zurück. Die südwestliche Grundströmung mit feucht-warmen Luftmassen setzte bis zum Monatsende fort. Bei sommerlichen Temperaturen gab es Sonne, aber auch Gewitter, Schauer und Saharastaub, aber keine schweren Unwetter.

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