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Die Bad Säckinger Grünen haben sich jüngst zur Sitzung getroffen. Unter der Leitfrage „Wie kann ich mich vor Ort für mehr grüne Politik engagieren“ standen Mandatsträger den rund 20 Gästen Rede und Antwort. Neben dem Wahlkreisabgeordneten im Landtag, Niklas Nüssle, waren die Kreistags- und Gemeinderatsfraktionsvorsitzende Ruth Cremer-Ricken, die Kreisvorsitzenden Claudia Arnold, Jan-Lukas Schmitt und eine Delegation aus dem Jugendparlament gekommen.

Als Mitglied im Europa-Ausschuss setze sich Nüssle für eine gute Verbindung mit der Schweiz ein. Gerade nach dem Scheitern des Rahmenabkommens seien viele Fragen offen, etwa zu grenzüberschreitenden Wirtschaftsbeziehungen und der Forschungszusammenarbeit. Er nannte auch Herausforderungen wie den Gesundheitscampus und den Mangel an Fachkräften und Lehrern. Er beschäftigt sich auch mit der Wehratalbahn.

Nüssle: „Die Reaktivierung der Wehratalbahn ist ein unerlässlicher Schritt für die Mobilitätswende und echten Klimaschutz im Verkehr und für einen lebenswerten, zukunftssicheren ländlichen Raum. An der Reaktivierung führt für mich deshalb kein Weg vorbei und ich werde mich im Landtag und im Kreistag weiter für diese Strecke stark machen.“

Wunsch nach mehr Vielfalt

Ruth Cremer-Ricken berichtete von der Kommunalpolitik und den städtischen GmbHs. Die Stadtwerke seien gestärkt aus der Krise gekommen. Was sie sehr verwundere: Dass die Schuld an der Schieflage allein dem Gemeinderat zugesprochen werde. Dabei säßen drei Vertreter von Energiedienst im Aufsichtsrat, unter anderem ED-Geschäftsführer Jörg Reichert und ED-Netze-Geschäftsführer Boris Philippeit. Bezüglich Gesundheitscampus und MVZ sei sie zuversichtlich, beide zu einem guten Gelingen zu führen.

Die Gäste aus dem Jugendparlament fragten, wie die Resonanz in der Bevölkerung sei. „Seit einiger Zeit gibt es immer mehr Kritik an uns Gemeinderäten. Das ist in Ordnung – allerdings sind immer mehr Rückmeldungen herabsetzend und respektlos“, so Cremer-Ricken.

Die Grünen hoffen, bei den Kommunalwahlen 2024 zuzulegen: „Immer wieder werden gute Bundes- und Landesgesetze vor Ort in den Rathäusern ausgebremst – besonders, wenn es um Klimaschutz geht, könnten wir viel schneller sein“, sagte Schmitt. „Außerdem sind unsere Kommunalparlamente sehr homogen und bilden die Gesellschaft nicht ab. Für umsichtige Politik brauchen wir Menschen mit verschiedenen Perspektiven in den Räten.“