Es geht in diesen Tagen laut zu in der Lohgerbe. Die Geräuschkulisse kommt aber nicht von den Kunden, die sich in dem Bad Säckinger Einkaufszentrum tummeln. Es sind die Sägen und Werkzeuge der Bauarbeiter, die derzeit im Untergeschoss im Einsatz sind. Der Schmidts Markt baut dort seine Verkaufsfläche mit dem dazugehörenden Café im Erdgeschoss auf rund 1600 Quadratmetern großräumig um.

Ein Blick hinter die Verkleidung aus Pressspanplatten, die die Bauarbeiten abschirmen, zeigt: Einkaufen soll hier bald unter modernen, nachhaltigen Bedingungen möglich sein und das auf lange Sicht.

Was wird gemacht?

Von den Regalsystemen bis zu den Kühlmöbeln – die Filiale wird komplett neu eingerichtet. „An verschiedenen Stellen war das jetzt notwendig. Ein wesentlicher Punkt ist die alte Kältetechnik, die hier noch verwendet wurde“, erklärt Michael Schmidt. Mit dem Umbau ziehen jetzt technisch ausgefeilte Kühlmöbel samt einer Anlage für Wärmerückgewinnung ein. Auch von den offenen Kühltheken verabschiedet sich der Schmidts Markt: Die neuen Kühlschränke sind mit verglasten Türen ausgestattet und somit effizienter. „Wir können etwa ein Drittel Stromkosten einsparen“, kalkuliert Schmidt. Ebenfalls neu gemacht wurden Teile des Fußbodens und der Decke, die fortan mit LED-Licht beleuchtet werden. Auf dem aktuellen Stand der Technik bewegen sich die Schmidts Märkte auch in Bezug auf das Bezahlsystem: Es werden Selbstzahler-Kassen installiert, wo per App gezahlt werden kann.

Neben der Ladenfläche im Untergeschoss, wird gleichzeitig im Erdgeschoss fleißig gewerkelt: Die Theke für den Verkauf von warmen Essen, Backwaren und Getränken wurde erneuert. Die dazugehörenden Sitzmöglichkeiten erscheinen künftig exklusiver: Abgetrennt mit moderner Holzoptik ist der Bereich für Schmidts Markt-Kunden per Kassenbon zugänglich.

Wie lange dauern die Umbauarbeiten?

Begonnen haben die Arbeiten am 8. Januar, die Eröffnung ist für den 2. Februar geplant. Die Theke im Erdgeschoss wird bereits ab Donnerstag kommende Woche wieder betrieben. „Es ist schon sportlich das in drei Wochen zu machen. Aber wir liegen gut in der Zeit“, so Schmidt. Sein Dank gilt dem vertrauten Team von Handwerken, die zuverlässig montags bis samstags Kabel verlegen, Elemente verbauen und dabei die eine oder andere Hürde meistern, wie Schmidt erklärt: „Die Lage im Untergeschoss war herausfordernd. Es wurde alles über die Rolltreppe und mit Gabelstaplern ein- und ausgeräumt.“

Was kostet der Umbau?

Die Kosten für die Bauarbeiten belaufen sich insgesamt auf 2,3 Millionen Euro.

Was ändert sich am Sortiment?

Die Schmidts Markt-Filiale in der Lohgerbe richtet sich als Citymarkt an typische Innenstadt-Kunden. „Viele kommen in der Mittagspause hierher. Und natürlich diejenigen, die in der Nähe wohnen, darunter auch ältere und alleinstehende Menschen. Die meisten kommen ohne Auto, das heißt ein Schwerpunkt liegt auf Lebensmitteln zum Direktverzehr, kleinen Packungen und Frischwaren“, erklärt Schmidt, der zugleich betont, dass hier ebenso viel Herzblut drinstecke, wie in den ländlicher gelegenen Filialen. Die Überlegungen für das neue Sortiment haben schon vor Monaten begonnen. Neu hinzu kommen werden demnach asiatische Spezialitäten inklusive einer Sushi-Bar.

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