Die Stadt Bad Säckingen kann einen weiteren Anlauf zur Wiedereinführung des SÄK-Kennzeichens beim Landratsamt Waldshut starten. Ohne viel Federlesens oder Diskussionen stimmte der Gemeinderat bei zwei Enthaltungen (Frank van Veen, UBL, und Bruno Lehmann, FW) dem Beschlussvorschlag der Stadtverwaltung zu. Diese darf somit einen Antrag auf Unterstützung bei der Wiederzulassung des historischen Kennzeichens beim Kreis stellen. Der Landrat Martin Kistler soll gebeten werden, das Thema möglichst bald auf die Tagesordnung des Kreistages zu nehmen.

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„Es geht nicht um die Spaltung des Landkreises oder das Öffnen alter Gräben“, betonte Guhl im Gemeinderat. Vielmehr gehe es um ein „emotionales Bekenntnis zur Stadt und der Region“. Er rechne sogar mit einem gegenteiligen Effekt: Einer deutlich stärkeren Identifikation der Bürger zum Kreis. Denn immerhin sei ja auch die Entscheidung, ober er ein SÄK-Kennzeichen haben wolle oder das WT-Kennzeichen beibehalte, jedem Bürger selbst überlassen. 

Wie Bürgermeister Alexander Guhl jüngst im Gespräch mit unserer Zeitung darstellte, hege er durchaus großen Optimismus, dass der neuerliche Antrag auf Wiedereinführung des SÄK-Kennzeichens Erfolg haben könnte, nachdem der erste Versuch im Jahr 2012 am Widerstand des Kreistags gescheitert war. Immerhin seien seit Inkraftreten der neuen Fahrzeugzulassungsverordnung Ende 2012 bundesweit 315 alte Kennzeichen wieder zugelassen worden. Mit weiteren 100 sei in den kommenden Jahren zu rechnen, so Guhl.

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Namentlich in Baden-Württemberg habe sich dieser erfreuliche Trend im vergangenen Jahr fortgesetzt. Hier hätten inzwischen annähernd alle Altkennzeichen von vor der Kreisreform wieder genehmigt worden. Zudem zeigt sich eine hohe Nachfrage bezüglich der Altkennzeichen. Im Bodenseekreis wurden binnen fünf Stunden 1700 Bestellungen für die Altkennzeichen ÜB (Überlingen) und TT (Tettnang) registriert, die am 3. Februar wiedereingeführt werden. Die Mehrkosten, die bei de Kennzeichenproduktion entstehen, muss jeder Interessent selbst tragen.

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