Nun wissen wir, wo der Sandort des neuen Zentralklinikums sein wird. Wobei Albbruck eigentlich keine Überraschung war. Es hat sich nur bewahrheitet, was von Anfang an logisch war. Punkt. Dass das für die Entscheidungskommission nicht ganz logisch war oder hätte ganz anders ausgehen können, sieht man daran, wer jetzt auf den Pressefotos freudig und stolz zu sehen ist. Da war schon der ein oder die andere dabei, die sich bei der Debatte um die Schließung des Hospitals wenig um die Säckinger Belange geschert haben. Aber lassen wir das jetzt.

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Das Zentralklinikum wird in Albbruck stehen. Wann es fertig sein wird, und wieviel es kosten wird, kann man auch schon in der Zeitung lesen. Aber diese Botschaften in Stein gemeißelt zu sehen wäre angesichts der speziellen Erfahrungen mit großen Bauprojekten in Deutschland sträflich naiv.

Einen Feldversuch gemacht

Ich selbst habe am letzten Samstagabend gegen 22 Uhr einen Feldversuch gemacht. Ich fuhr vom Säckinger Bahnhof zu der Stelle, wo das Klinikum gebaut werden soll, ich habe genau zehn Minuten gebraucht. Aus Säckingen raus, auf die Autobahn und strikt 100 Stundenkilometer bis zur Abfahrt Hauenstein und dann die paar hundert Meter bis zum geplanten Klinikort. Keine rote Ampel, kein Stau – einfach zufahren. Zugegeben, es herrschten optimale Bedingungen, im Feierabendverkehr sähe es anders aus. Aber im Ernstfall würde ich auf der Autobahn noch ein paar Stundenkilometer mehr rauskitzeln können und bei orange über die Ampeln fahren. Jedenfalls, so etwas mehr um die zehn Minuten von Säckingen aus bis zum Klinikum ist ein recht komfortabler Wert, das muss man schon zugeben. Da sind wir aus Säckinger Sicht nicht am Schlimmsten dran.

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