Die erhebliche Zunahme von Vandalismus-Ereignissen im Stadtgebiet in diesem Jahr bereiten der Stadtverwaltung von Bad Säckingen erhebliches Kopfzerbrechen, wie sie im Gemeinderat darstellten. Demnach seien vergangenes Jahr insgesamt 52 Anzeigen erstattet worden. In den ersten drei Quartalen dieses Jahres sei diese Zahl mit 50 Anzeigen schon beinahe egalisiert worden. Das Spektrum reicht dabei von einzelnen Vorkommnissen bis zur großflächigen Zerstörungsorgie im Schlosspark.

Überhaupt ist der Schlosspark mit 16 Vorfällen eines der Epizentren jugendlicher Zerstörungswut in der Stadt. Hier hätten es die Delinquenten vorwiegend auf die Stühle an der Konzertmuschel abgesehen, von denen in einigen Nächten jeweils Dutzende verbogen oder zerstört worden sind, so Stadtkämmerin Bettina Huber. Der dabei entstandene Schaden gehe in die tausende von Euro.

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Auch beim Grillplatz am Rhein und der Anlage der Stadtoasen komme es immer wieder zu erheblichen Beschädigungen, ergänzte Bürgermeister Alexander Guhl. Häufig seien erhebliche Mengen an Alkohol im Spiel, was nicht zuletzt anhand der von den Tätern hinterlassenen Müllberge deutlich zu erkennen sei: „Wir sind nicht bereit das zu akzeptieren und haben Kameras und den Objektschutz im Schlosspark massiv ausgerüstet“, so Guhl weiter.

Ein Sicherheitsdienst und die Polizei seien an Bord, so die Rechts- und Ordnungsamtsleiterin Muriel Schwerdtner. Wo man Verdächtige erwische – teils auf frischer Tat – werden die gesetzlichen Möglichkeiten in vollem Umfang ausgeschöpft, Platzverweise ausgesprochen und Strafanträge gestellt. Das alles bringe aber bislang nicht den gewünschten Erfolg, so Schwerdtner weiter.

Das liege nicht zuletzt daran, dass nach Erkenntnissen der Verwaltungen viele der vorwiegend jugendlichen Übeltäter aus anderen Gemeinden anreisen und sich selbst von Konsequenzen nicht abschrecken ließen. Insofern zweifelte Schwerdtner daran, dass ein noch strikteres Vorgehen der Behörden, wie dies Michael Krane (CDU) forderte, möglich sei oder dies überhaupt einen nachhaltigen Erfolg mit sich bringe.

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Die Situation habe inzwischen bereits derartige Ausmaße erreicht, dass die Stadt den Grillplatz am Rhein schließen werde, wenn sich dort weitere Zwischenfälle ereignen, kündigt Guhl an.

Dies wiederum sah Ratsmitglied Matthias Geck (Grüne) eher skeptisch: „Durch die Schließung einer Anlage bekommt man das Problem nicht in den Griff, man verlagert es allerhöchstens.“ Viel eher brauche es geeignete Angebote und Aufenthaltsmöglichkeiten für junge Leute, damit diese nicht aus schierer Langeweile auf dumme Gedanken kämen.

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