Mit Festgeläut, der feierlichen Aussetzung des Reliquienschreins und der Eucharistiefeier begann am Sonntag das Fridolinsfest in Bad Säckingen. Die Festpredigt hielt in diesem Jahr Weihbischof Christian Würtz. Zur feierlichen Gestaltung des Festgottesdienstes trugen der Münsterchor und das Vocalconsort Bad Säckingen mit dem Münsterorchester unter Leitung von Bezirkskantor Markus Mackowiak sowie Solisten bei.

Gar schwer ist der Schrein des Hl. Fridolin. Über 300 Kilo müssen die acht Männer tragen. Bilder: Irmgard Kaiser
Gar schwer ist der Schrein des Hl. Fridolin. Über 300 Kilo müssen die acht Männer tragen. Bilder: Irmgard Kaiser | Bild: Irmgard Kaiser

Dekan Peter Berg freute sich, „dass trotz widriger Umstände und Ängsten, die es ernst zunehmen gilt“ das feierliche Pontifikalamt im Münster am höchsten Kirchenfeiertag in Bad Säckingen so gut besucht war. Zelebrant und Prediger war Weihbischof Christian Würz aus Freiburg, der damit Festpredigern der Vorjahre wie Erzbischof Stefan Burger oder Kurienerzbischof und Präfekt des päpstlichen Hauses Georg Gänswein nachfolgte.

Die Trachtengruppe Alt-Hotzenwald gefiel den Zuschauern äußerst gut.
Die Trachtengruppe Alt-Hotzenwald gefiel den Zuschauern äußerst gut. | Bild: Irmgard Kaiser

Der 49-jährige Würtz stammt aus Karlsruhe, studierte erst Rechtswissenschaften und später Theologie. Am 26. April 2019 ernannte ihn Papst Franziskus zum Titularbischof von Germania in Dacia und zum Weihbischof in Freiburg, die Weihe folgte am 30. Juni 2019 durch Erzbischof Stephan Burger. Dieser übertrug ihm die Verantwortung für die Priesterausbildung im Erzbistum und ernannte ihn zudem zum Bischofsvikar für Hochschulen. Mit seiner Bischofsweihe wurde Würtz der jüngste Bischof der römisch-katholischen Kirche in Deutschland.

Die philippinische Mission präsentiert ihre Heimattracht.
Die philippinische Mission präsentiert ihre Heimattracht. | Bild: Irmgard Kaiser

In seiner Festpredigt zum Fridolinsfest sprach Würtz über das Thema „Segensbote – Glaubensbote.“ Eindringlich mahnte er: „Nur wenn wir Christen ein gutes Leben führen für andere, können wir zu Glaubensboten werden. Nur dann können wir den Glauben, dass Jesus Christus uns liebt, tatsächlich anderen Menschen nahebringen und ihnen etwas von der Liebe Gottes erfahrbar machen.“

Feierlich tragen die Frauen die Muttergottesstatue von Wallbach.
Feierlich tragen die Frauen die Muttergottesstatue von Wallbach. | Bild: Irmgard Kaiser

Würtz verglich speziell zum hohen Kirchenfest in Bad Säckingen die Lebenswege von Abraham und Fridolin. Beide verließen ihre Heimat und zogen in die Fremde, eine Reise, die mit Mühen, Strapazen und Gefahren verbunden war. Beide wurden zum Segen für andere und wirkten weit in die Zukunft hinein. „Fridolins Segen, den er gebracht hat, ist der Glaube an Jesus Christus, so dass bei ihm das Sein als Segens- wie das als Glaubensbote vereint ist. Durch sein Tun erlangten die Menschen hier am Hochrhein und im ganzen Gebiet der Alemannen Segen,“ so der Weihbischof.

Auch die politisch aktiven Gäste waren zahlreich vertreten. Vorn Bürgermeister Alexander Guhl.
Auch die politisch aktiven Gäste waren zahlreich vertreten. Vorn Bürgermeister Alexander Guhl. | Bild: Irmgard Kaiser

Die anschließende Prozession konnte bei herrlichem Wetter stattfinden, zahlreiche Gruppen nahmen daran teil. Der Reliquienschrein des Hl. Fridolin wurde feierlich durch die Straßen der Innenstadt getragen. Zahlreiche Menschen säumten während der Prozession den Straßenrand und freuten sich an dem festlichen, abwechslungsreichen Zug.

Bildergalerie im Internet:
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