Die Trompeterstadt Bad Säckingen gehört in Sachen Elektromobilität zu den Vorreitern in der Region. Ein Bereich jedoch lag bisher brach. „Bad Säckingen war bis vor Kurzem betreffend E-Car-Sharing der einzige weiße Fleck am Hochrhein“, sagt Cornelia Kammerlander. Deshalb hat die Murgerin im November die Initiative „E-Car-Sharing“ ins Leben gerufen. Mit Erfolg: Seit dieser Woche stehen auf dem Kundenparkplatz der Stadtwerke Bad Säckingen zwei Renault Zoe inklusive Ladestationen. Die Idee hinter E-Car-Sharing: Elektroautos stunden- oder tageweise ausleihen, um Umwelt, Geldbeutel und Straßenverkehr zu entlasten.

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Dass es nun auch in Bad Säckingen Elektroautos zum Ausleihen gibt, freut Cornelia Kammerlander: „Ich bin selbst schon lange Car-Sharing-Nutzerin.“ Ende vergangenen Jahres nahm sie Kontakt mit dem Geschäftsführer der Stadtwerke, Martin Ritter, auf. „Er war von Anfang an voll dafür“, so Kammerlander. Durch den Vertriebs- und Marketingleiter der Stadtwerke, Harry Runge, habe sie weitere Leute kennengelernt, die sich für ein E-Car-Sharing-Angebot interessierten. „Wir waren um die 20 Leute, wovon der Großteil in Bad Säckingen wohnt. Gemeinsam mit den Stadtwerken haben wir auch über die Standwortwahl gesprochen.“

Stadtwerke-Mitarbeiter Johannes Jekal testet die neue Ladestation auf dem Kundenparkplatz der Stadtwerke Bad Säckingen.
Stadtwerke-Mitarbeiter Johannes Jekal testet die neue Ladestation auf dem Kundenparkplatz der Stadtwerke Bad Säckingen. | Bild: Jana Meroth/Stadtwerke Bad Säckingen

Die Stadtwerke bieten das E-Car-Sharing gemeinsam mit dem Unternehmen Stadtmobil Südbaden an. „Bei der Energiewende sind die Kommunen und Stadtwerke wesentliche Akteure“, betont der Aufsichtsratsvorsitzende des E-Car-Sharing-Unternehmens, Matthias-Martin Lübke. Stadtmobil biete in Südbaden seit 25 Jahren Carsharing an, seit 2014 auch mit Elektroautos. „Insgesamt haben wir 300 Autos, circa hundert davon sind E-Autos. Damit sind wir ein ziemlicher Spitzenreiter“, so Lübke. 30 weitere Elektroautos seien „in der Pipeline“.