Der Investor hatte bereits 2013 mit der Idee im Rathaus angeklopft, im Wald beim Bergsee jenen Hochseilgarten zu errichten. Der Gemeinderat begrüßte das seinerzeit. Jetzt, fünf Jahre danach, werden die bauplanungsrechtlichen Grundlagen geschaffen. Errichten will den Hochseilgarten Thomas Schwinlin von der Berg- und Alpinschule „hochempor“ aus Wehr.

Die Anlagen des Hochseilgartens sollen auf einem Waldgelände nordwestlich des Bergsees errichtet werden. Die Freizeit- und Sporteinrichtung hat eine geplante Größe von einem Hektar. Als Nebenanlage ist ein Betriebsgebäude in Blockhausbauweise mit Toiletten sowie ein Lagergebäude mit Holzverschalung vorgesehen. Für die Toiletten komme keine Drei-Kammer-Grube in Betracht, wie Planer Peter Egi betonte. Es seien geschlossene Lösungen gefordert, im Notfall müssten mobile WC-Häuschen aufgestellt und regelmäßig geleert werden.

Laut Stadtbaumeister Michael Rohrer sind die Besucherparkplätze nicht im Bereich des Restaurants ausgewiesen, sondern bei den offiziellen Stellplätzen östlich davon.

Warum hat sich das Verfahren verzögert? Die rechtlichen Grundlagen für die bauliche Entwicklung in Bad Säckingen und Umland hinken der tatsächlichen Entwicklung seit Langem hinterher. Diese sollten im Flächennutzungsplan festgelegt werden. Den sollte man deshalb regelmäßig weiterentwickeln. Das macht Verwaltungsgemeinschaft Bad Säckingen mit Rickenbach, Murg und Herrischried gemeinsam, was aber seit Jahren nicht mehr geschehen ist, weil das beauftragte Planungsbüro die Aufträge aus gesundheitlichen Gründen nicht abarbeiten konnte. Ein anderes Planungsbüro soll nun diese Aufgabe übernehmen.

Wie Peter Weiß, Leiter des Baurechts­amtes sagte, habe der Investor Geduld und langen Atem bewiesen. In der Zwischenzeit seien aber notwendige Untersuchungen durchgeführt worden. Bürgermeister Alexander Guhl begrüßte das Vorhaben. Hinsichtlich Freizeitaspekt und Tourismus sei das eine gute Entwicklung.