Bad Säckingen – Der letzte Vorhang ist gefallen – zumindest vorläufig. Denn das Erfolgsmusical „Happy Landing“, das am Wochenende mit der Dernière zu Ende ging, feiert ab November im Gloria-Theater seine Auferstehung mit zehn geplanten Neuaufführungen – Tickets können schon jetzt gebucht werden für das Musical, das große Gefühle verspricht und getragen wird von Musik die die 1960er Jahre wieder aufleben lässt.

Seit Ende Oktober hob die Musical Crew im Gloria 44 Mal ab, damit gab es sogar zwei Vorstellungen mehr als in der Saison 2013/14, als das Erfolgmusical Aida auf der Gloria-Bühne gezeigt wurde. Und auch bei den Zuschauerzahlen flog „Happy Landing“ auf Aida-Niveau: 24 000 Besucher zog die Eigenproduktion an.

Überglücklich sind die Veranstalter über den überragenden Erfolg des Stücks aus der Feder von Jochen Frank Schmidt. „Es wird nachgecastet in den hinteren Reihen der Schauspielriege und alles wird noch besser – der Erfolg des Musicals hat noch bessere Leute angezogen. Der Großteil des Ensembles aber bleibt uns erhalten, denn sie alle sind einfach großartig“, sagt Intendant Jochen Frank Schmidt freudig.

Alleine 40-mal wurde „Happy Landing“ ausverkauft aufgeführt in der Saison in Erstbesetzung – geplant waren zunächst nur 16 Vorstellungen, doch die Nachfrage seitens des Publikums war enorm. Eine begeisterte Zuschauerin habe den Weg aus Nordbaden sogar elfmal zum Musical gefunden, so Schmidt erfreut.

Das „Feel-good-Musical“ zieht Kreise, die es auszunutzen gelte in der kommenden Saison sagt Schmidt. Man wolle Publikum anziehen aus dem Lörracher Raum und dem östlichen Bereich aus dem Klettgau. „Denn wer einmal hier bei uns war, kommt wieder“, ist sich der Autor, Komponist und Regisseur von Happy Landing sicher.

So stelle Happy Landing eine Produktion der Superlative dar, sagt auch Produzent Alexander Dieterle. Denn auch diesmal sei es gelungen, die vorangegangenen Produktionen in den Schatten zu stellen. Nicht zuletzt durch die Profidarsteller und Profimusiker aus Musical- und Theaterhochburgen wie Hamburg, Amsterdam, Wien und Berlin.

Nach der Denière am Sonntag, 22. April, erleben Künstler und Macher nun erst einmal so etwas wie einen tiefen Trennungsschmerz, denn diese intensive und lange währende Zusammenarbeit schweißt zusammen: „Die Crew wird nach so einem Erfolg wie zu einer Zweitfamilie“, sagen die Musical-Macher. Man teile alle Emotionen und Gefühle miteinander und sei auch gemeinsam traurig beim Abschied – da herrschten Freude und Stolz, Trennungsschmerz und Wehmut, sagen sie unumwunden.

Doch es geht weiter und zwar mit großen Plänen – der Förderverein des Gloria-Theaters plant nun gemeinsam mit den Verantwortlichen einen komfortablen Neubau an der Westseite des Gebäudes für Keller, Toiletten, Foyer mit Lift und behindertengerechten Zugängen für ein breites Publikum. „Wir haben hier im Gloria-Theater ein echtes Platzproblem und hoffen dadurch Abhilfe zu schaffen“, sagt Jochen Frank Schmidt. Es sei zwar noch alles in Planung, doch wirklich im Blick der Planer ist eine Teilhabe an Kultur und Kunst für alle, sagt Schmidt. „Dank des ehrenamtlichen Engagements der Vereinsmitglieder werden wir dann unserem Publikum großartige Räumlichkeiten bieten können – für alle, auch und vor allem für ältere Menschen“, freut er sich.

Die Verlängerung um eine weitere Spielzeit ist ein Novum in der Musical-Geschichte des Gloria-Theaters. Am 17. November hebt die Show dann erneut ab und startet in die Saison 2018/19. Tickets sind erhältlich unter www.happy-landing-musical.de sowie über das Kartentelefon unter 07761/64 90 und an allen bekannten Vorverkaufsstellen.