Autofahrer und Busfahrgäste in Stockach müssen sich in den nächsten Tagen auf einige Änderungen einstellen. Denn die Neubauleitung Singen des Regierungspräsidiums Freiburg (RP) nimmt den nächsten Abschnitt bei der Sanierung der Bundesstraße 313 in Angriff. Einerseits bleibt deswegen am Dienstag, 30. Juli, die Heinrich-Fahr-Straße komplett gesperrt (siehe Text unten). Andererseits, so teilt das RP mit, arbeiten die Fachleute ab Mittwoch, 31. Juli, an der östlich liegenden Fahrspur der Heinrich-Fahr-Straße, auf der Seite der Parkplätze und des Busbahnhofs. Und das hat Folgen.

Zum Einen gibt es Änderungen für alle, die selbst mit dem Auto oder Lastwagen unterwegs sind. Von Süden nach Norden bleibt die Baustelle dann weiterhin durchfahrbar, dann allerdings auf dem neuen Belag der bereits sanierten Fahrbahn. Von Norden nach Süden, in Richtung Radolfzell, gilt im Großen und Ganzen die derzeit schon gewohnte Umleitung. Allerdings biegt man dann nicht direkt von der Nellenburgstraße auf die Bundesstraße ein, sondern muss noch durch die Jacques-Schiesser-Straße und die Kindergartenstraße fahren, ehe man wieder auf der B 313 herauskommt (siehe Grafik).

Die Umleitungen rund um die Baustelle. Die Grafik zeigt auch, wo während des nächsten Bauabschnitts die Linienbusse abfahren – denn der eigentliche Busbahnhof ist dann für die Busse nicht erreichbar.
Die Umleitungen rund um die Baustelle. Die Grafik zeigt auch, wo während des nächsten Bauabschnitts die Linienbusse abfahren – denn der eigentliche Busbahnhof ist dann für die Busse nicht erreichbar. | Bild: Schönlein, Ute

Dies hat auch Auswirkungen für alle, die von Norden her in Richtung Überlingen fahren wollen. Denn von der Kindergartenstraße darf man nur nach rechts in die Bundesstraße einbiegen – eine dauerhafte Regelung, die permanent so beschildert sei, sagt Simon Müller, Projektleiter für die Sanierung bei der Neubauleitung Singen: „Wenn das Schild nicht wäre, gäbe es Chaos auf dem Schiesser-Knoten.“ Wer also über diesen Weg von Norden nach Überlingen will, muss rechts abbiegen und einen weiteren Umweg durch die Industriestraße in Kauf nehmen. Der Wechsel der Arbeiten auf die andere Fahrspur erfolge übrigens früher als geplant, so Müller, man liege sehr gut im Zeitplan.

Doch auch alle, die mit dem Bus fahren, müssen sich auf Änderungen einstellen. Denn wenn die östliche Spur der Heinrich-Fahr-Straße saniert wird, kann man den Busbahnhof nicht mehr anfahren. Die Haltestellen werden daher auf die andere Seite der Bahngleise verlegt, nämlich in die Bahnhofstraße. Die Verlegung soll schon am heutigen Dienstag beginnen, erklärt Simon Müller, Projektleiter für die Sanierung bei der Neubauleitung. Dann werde am Bahnhof auch darauf hingewiesen, dass die Busse nun an anderer Stelle abfahren.

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Auf Höhe des bestehenden Parkplatzes in der Bahnhofstraße werden dann die Bushaltestellen längs der Straße eingerichtet. Dafür müssen ein paar Parkplätze wegfallen. Obwohl dann deutlich weniger Platz für die Busse zur Verfügung steht als am eigentlichen Busbahnhof in der Heinrich-Fahr-Straße, dürfte es nicht zu einer Knappheit an Bushaltesteleln kommen, so Müllers Einschätzung. Durch die Schulferien würden nämlich nicht so viele Busse wie sonst fahren, weshalb dieser Teil der Arbeiten auch in den Ferien eingeplant worden sei. Die Verlegung sei außerdem mit den Busbetrieben abgestimmt.

Die Heinrich-Fahr-Straße bekommt nun übrigens, wie zuvor die Radolfzeller Straße, nur eine Trag- und eine Binderschicht. Die Deckschicht, auf der die Fahrzeuge normalerweise unterwegs sind, soll in der Radolfzeller Straße und der Heinrich-Fahr-Straße gleichzeitig aufgebracht werden. Nach jetzigem Stand rechne er damit, dass dies Mitte September geschieht, sagt Müller.

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