Wilfried Rapp, Geschäftsführer bei Stobag-Alufinish in Horheim, freut sich: "Ein weiterer Schritt steht vor dem Abschluss. Am Freitag, 23. November, können wir die neue Logistik- und Lagerhalle einweihen und anschließend in Betrieb nehmen." Ursprünglich war die Baumaßnahme mit Kosten von 6,3 Millionen Euro geplant, konnte nun jedoch für 5,8 Millionen Euro realisiert werden. Trotz einem um rund sechs Wochen verzögertem Baubeginn, bedingt durch Genehmigungsprobleme wegen Unstimmigkeiten bei der Baubehörde, wurde die Bauzeit von sieben Monaten eingehalten.

Meilenstein im Umzugs- und Zentralisierungskonzept

Im April legten die Bagger los, jetzt, im November, findet der Einzug mit verschiebbaren Regelsystemen im Logistikbereich der Firma statt. Die neue Halle hat eine Fläche von 8000 Quadratmetern und ist ein weiterer Meilenstein im Umzugs- und Zentralisierungskonzept des Unternehmens. Bislang sind die Lagereinheiten auf mehrere Gebäude und Hallen im Horheimer Industriegebiet verteilt, was die Handhabung erschwert und die Zeitabläufe verlängert.

Bis 2024 sollen weitere Gebäude entstehen

"Künftig können wir durch dieses neue Logistiksystem wesentlich effizienter arbeiten", sagt Rapp. Bis spätestens zum Jahr 2024 sollen weitere Produktionsflächen direkt im Anschluss an diesen Hallenbau erfolgen, sodass dann die komplette Firmenanlage, inklusive Verwaltung, zentral an einem Platz zu finden ist. Die Firma Stobag-Alufinish hat deshalb bei der Gemeinde Wutöschingen ein Areal von 16 000 Quadratmetern direkt im Anschluss an das derzeit bestehende Firmengelände reserviert. Sobald die Erschließung dieses Industrie- und Gewerbegebiets abgeschlossen ist, wird Stobag Bauabschnitt III beginnen und die Gesamtplanung mit einer vertikalen Beschichtungsanlage vollenden.

Mitarbeiter auf allen Qualifikationsstufen

In der jetzt fertiggestellten Halle finden rund 2400 Lagerplätze für sieben Meter lange Lagerpaletten für Aluminium-Strangpressprofile Platz. Auch die ausgelagerten Arbeitsplätze können somit nach und nach in die neue Halle verlegt werden. Derzeit beschäftigt Stobag knapp 200 Mitarbeiter in allen Qualifikationsstufen. Hier reicht die Spanne vom Ingenieur bis zum Produktionshelfer, die für die hoch automatisierten Arbeitsabläufe in der Pulverbeschichtung gleichermaßen wichtig sind. "Wir brauchen hier vor Ort auch den einfachen Fabrikarbeiter, diese Arbeitskräfte sind derzeit auf dem Arbeitsmarkt ebenso schwierig zu finden, wie gut qualifizierte Facharbeiter", erklärt der Geschäftsführer.

Arbeiter sollen sich Wohnungen leisten können

Mit der Gemeinde Wutöschingen hat die Firma eine Vereinbarung getroffen und will den Wohnungsbau für günstige Mietwohnungen fördern. "Denn wenn wir Menschen suchen, die hier arbeiten sollen, brauchen wir auch Wohnraum, der zu bezahlen ist", ist Rapp überzeugt. Zur Einweihungsfeier sind rund 250 Gäste eingeladen. Darunter die Belegschaft, die beteiligten Baufirmen und das Planungsbüro, Bürgermeister Georg Eble, Vertreter von Volksbank und Wirtschaftsregion Südwest sowie die Mitglieder der Stobag AG Geschäftsleitung aus Muri.