Auch die Lus Chaibe sind beim großen SÜDKURIER-Videowettbewerb dabei: Inspiriert von der Narrenzunft Wehr hat die Guggenmusik ein eigenes Tanzvideo gedreht. Für die Musiker war das eine kleine Herausforderung: „Wir sind eine Guggenmusik und nicht jeder ist fürs Tanzen geboren“, sagt Jessica Edel mit einem kleinen Augenzwinkern. Doch wollte man trotzdem im Video der Narrenzunft mit allen zehn Zünften nicht fehlen.

„Und wir waren neugierig, mal was anderes zu probieren.“ Darum habe jeder fleißig daheim geübt, bis die Tanzschritte auch saßen. „Meine Geschwister kamen drauf, weiterzumachen – und plötzlich hatte wir sieben Videos“, berichtet die Anführerin der kleinen Gruppe. Daraus habe man dann den eigenen Wettbewerbsbeitrag zusammengeschnitten. Der Videodreh habe einige Arbeit, aber auch großen Spaß gemacht: „Wir waren kurz nach Weihnachten draußen unterwegs. Die Leute haben geschaut, angehalten und gewunken“, freut sich Jessica Edel.

Dabei wurde coronakonform getanzt: mit Abstand, Maske und nur mit fünf Personen. Ansonsten habe man versucht, Online zusammenzukommen, etwa zu einem Glühwein. „Aber es ist nicht dasselbe und gerade für einen kleinen Verein schwierig“, so Edel. „Wir hatten auf Lockerungen gehofft, um ein wenig Straßenmusik zu machen.“ Damit ein wenig Fasnachtsgefühle aufkommen, nimmt die Zunft an der Schaufensteraktion in Wehr teil. Im Fenster der Parfümerie Ruthe sind die Lus Chaibe zu finden, die Gewinnspielfrage zu den Instrumenten ist so auch schnell beantwortet.

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Trotz allem seien diese Bemühungen kein Ersatz für die Fasnacht, findet Edel. Die Vorsitzende sorgt sich um die Zukunft der Fasnacht: „Ob die Leute im nächsten Jahr wieder so feiern wollen wie vorher?“ Sollte man beim Wettbewerb erfolgreich abschneiden, sei ein Ausflug für den Nachwuchs geplant. „Die Jüngeren dürfen ja nicht so mitfeiern und müssen normalerweise früher nach Hause. Man möchte dem Nachwuchs den Spaß gönnen und sie sollen wissen, dass sie ein Teil des Vereins sind“, sagt Jessica Edel.