Elf Jugendliche, vier Wochen Vorbereitung, zwei Tage vor Ort und insgesamt rund 2600 Euro Materialkosten hat es gebraucht, um die vier Garagentore von Bernis Motorshop im Muldenweg in besonderem Glanz erstrahlen zu lassen. Mit dem Follow-up-Kurs geht es noch vor Weihnachten weiter und neue Wände sind auch schon gefunden.

Teamwork: Philip, Silas und Leona arbeiten gemeinsam am Tor zur Wehrer Vergangenheit – Zahnräder erinnern an die frühe ...
Teamwork: Philip, Silas und Leona arbeiten gemeinsam am Tor zur Wehrer Vergangenheit – Zahnräder erinnern an die frühe Industrialisierung. | Bild: Julia Becker

„Die Jugendlichen sind sehr engagiert, obwohl aktuell ja auch Prüfungen laufen“, freut sich Projektinitiator Malko Messerli. „Und es sind bereits Freundschaften entstanden.“ Auch von den Eltern gebe es Unterstützung und zudem Freude darüber, das für die Teilnehmer keine Kosten anfallen.

Video: Julia Becker

Die Bildideen wurden von den Jugendlichen aus Wehr und Basel entwickelt: Vom Mittelalter bis zur Zukunft findet sich die Stadt Wehr auf den Garagentoren wieder.

In den Räumen von Messerlis Unternehmen 8lines auf dem Wehraareal wurden Mal- und Spraytechniken trainiert. Eine Multimedia-Gruppe kümmert sich um die mediale Auswertung mit Bilder und Videos. Angeleitet werden die Jugendlichen vom Basler Künstler Timo Paris. „Wir haben die Garagentore mit Absicht nicht grundiert, um den urbanen Charakter zu erhalten“, so Paris.

Sicherheit: Regenschutz, Overall und natürlich Schutzmasken bei der Arbeit mit Spraydosen sind selbstverständlich.
Sicherheit: Regenschutz, Overall und natürlich Schutzmasken bei der Arbeit mit Spraydosen sind selbstverständlich. | Bild: Julia Becker

„Das hat eine besondere Ästhetik, ist aber auch anspruchsvoller: Überstreichen von kleinen Fehlern ist nicht möglich, Unsauberkeiten sind aber eingeplant.“ Es soll ein kleines Leuchtturmprojekt sein, erklärt Messerli: Gemeinsam etwas Kreatives schaffen, dabei neue Fähigkeiten lernen und eventuell eine Berufsperspektive entdecken. „Wir wollen Unternehmen zeigen, das bringt was. Vielleicht beteiligen sich dann ja auch andere an unserem Projekt“, so Messerli.

Ein Wehrer Unternehmen hat bereits die Gestaltung von Innenwänden angefragt und auch weitere Garagentore wurden angeboten. „Wir wollen, dass sich die Kids mit einbringen und sie mit entscheiden lassen“, so Messerli.

Video: Julia Becker

Neue Teilnehmer sind willkommen, ein Einstieg auch während des zehnwöchigen Follow-Up-Kurses sei möglich. Dieser startet noch vor Weihnachten und soll an zwei Terminen pro Woche in Wehr und Basel stattfinden. Die Vernissage fürs erste gemeinsame Projekt ist im Januar geplant.

Geschichte: Auf den Garagentoren findet sich der Stadtname und die Geschichte im Wehratal wieder. Sebastian aus Basel hat bereits vor ...
Geschichte: Auf den Garagentoren findet sich der Stadtname und die Geschichte im Wehratal wieder. Sebastian aus Basel hat bereits vor diesem Projekt einen Kurs bei Timo Paris besucht. | Bild: Julia Becker