Mit den beiden Sitzplätzen am Rhein ist der erste Teilabschnitt für das Rheinliebeprojekt bereits fertiggestellt. Aussichtsturm, Bootsanleger und Rheintreppe sollen spätestens im Mai folgen. Mit der Teilnahme am trinationalen IBA-Projekt möchte die Stadt das Wehrer Rheinufer aufwerten.

Mit vier Projekten nimmt Wehr am trinationalen IBA 2020-Projekt „Rheinliebe – Rheinuferweg extended“ teil. Die beiden Sitznischen am Rhein sind bereit fertig und werden gut angenommen, freut sich der Wehrer Umweltbeauftragte Clemens Thoma. Als „Hans-Thoma-Blick“, in Anlehnung an den bekannten Maler, bieten die beiden Bänke direkt am Wasser je einen Ausblick Richtung Bad Säckingen und Richtung Schwörstadt. „Das ist schon eine echte Aufwertung, was ja auch die Intention des Projekts ist: Es soll zum Aufenthalt am Rhein verführen“, so Thoma. Für den rund vier Meter hohen Aussichtsturm an der Wehrmündung wurde vom Bauhof kürzlich das Fundament gegossen. Die Ausschreibung für die Holzkonstruktion solle nun bald erfolgen und der Turm dann kurzfristig errichtet werden, so Thoma.

Emsig: Das Fundament für den Aussichtsturm an der Wehrabucht wurde vor einer Woche von Bauhofleiter Werner Grether (rechts) und seinen Mitarbeitern gegossen. Hier soll bald ein Holzturm eine gute Aussicht auf das angrenzende Naturschutzgebiet bieten.
Emsig: Das Fundament für den Aussichtsturm an der Wehrabucht wurde vor einer Woche von Bauhofleiter Werner Grether (rechts) und seinen Mitarbeitern gegossen. Hier soll bald ein Holzturm eine gute Aussicht auf das angrenzende Naturschutzgebiet bieten. | Bild: Julia Becker

Ebenfalls in Vorbereitung ist der Steg für die Wassersportler und die Sitztreppen für das Ufer der Liegewiese in Brennet. „Der Auftrag für die Sitztreppen ist vergeben, wir warten auf die Lieferung“, so Thoma. Diese könne allerdings noch einige Wochen dauern. Der vom Bürgermeister anvisierte Fertigstellungstermin zum 1. Mai werde somit nicht eingehalten werden können, so Thoma: „Wir streben es an, es ist aber eher unwahrscheinlich.“ Auch bei den anderen teilnehmenden Gemeinden gebe es gewisse Verzögerungen bei der Umsetzung, aber im Mai wolle man die Bauvorhaben in Wehr abschließen. Verschoben wurde auch der für den 1. Mai geplante „Rheinliebe-Tag“: „Vielleicht holen wir das zu einem späteren Zeitpunkt nach“, so Thoma.

Aufgewertet: Das Ufer der Liegeweise soll durch Betontreppen ähnlich wie in Rheinfelden und Basel befestigt werden und so gleichzeitig eine zusätzliche Sitzgelegenheit am Rhein bieten.
Aufgewertet: Das Ufer der Liegeweise soll durch Betontreppen ähnlich wie in Rheinfelden und Basel befestigt werden und so gleichzeitig eine zusätzliche Sitzgelegenheit am Rhein bieten. | Bild: Julia Becker

Das Projekt hatte eine lange Vorlaufzeit: Im Februar 2017 stimmte der Gemeinderat für die Teilnahme, Ende 2019 war der offizielle Spatenstich in Rheinfelden und erst Anfang diesen Jahres kam schließlich die Baugenehmigung für die vier Maßnahmen in Wehr. Besonders die Koordination und Planung mit den viele Teilnehmern brauchte viel Zeit.

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Die Baukosten in Höhe von insgesamt 281.000 Euro werden zu 70 Prozent durch das europäische Förderprogramm für regional Entwickelung Interreg gefördert, auf die Stadt entfallen noch gut 85.000 Euro. Durch die aktuell sehr hohen Holzpreise rechnet die Stadt mit einer gewissen Verteuerung für den Aussichtsturm. Dafür konnte aber bei den anderen Maßnahmen etwas gespart werden, so Thoma.