Wettschulden sind Ehrenschulden. Klar. Auch Versprechen sollte man tunlichst besser halten, denn brechen. Peinlich nur, wenn, wie in diesem Fall, das Versprechen zwar gehalten wurde, statt versprochener zwei Fässer Bier, aber zwei Kästen Bier geliefert werden. Da nützt es dann auch nichts, wenn die Flaschen gut gekühlt waren.

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Aber der Reihe nach. Oberbürgermeister Philipp Frank hat den Waldshuter Junggesellen vor geraumer Zeit zwei Fässer Gerstensaft versprochen. In der Hektik des Tagesgeschäfts wurden daraus aber die oben bereits erwähnten Kästen. Kann passieren, darf aber nicht passieren. Schon gar nicht, wenn es sich bei den Empfängern um die besagten jungen Gesellen handelt. Denn so etwas rächt sich spätestens an Chilbi-Montag beim Gulaschessen, werden dort doch Verfehlungen und Peinlichkeiten des vergangenen Jahres genussvoll in Erinnerung gerufen. So auch die verkorkste Bierlieferung. Nicht, dass sich die Junggesellen nicht über zwei Kästen Bier gefreut hätten. Aber versprochen waren nun einmal zwei Fässer.

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Wohl dem OB, der bei besagtem Gulaschessen einen Jungstadtrat und Getränkehändler in Personalunion in der Nähe sitzen hat. Kaum hatte Junggesellenzunftmeister Werner Späth den Oberbürgermeister an die Fehllieferung erinnert, liefen im Hintergrund die Drähte heiß. Und noch bevor Philipp Frank das Wort erteilt bekam, waren – wie von Zauberhand – auch schon zwei stattliche Fässer Bier, jedes mit 50 Litern gefüllt, geliefert. Maximilian Wagner sei Dank.

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Ende gut, alles gut. Für die Mitglieder der Junggesellenschaft 1468 Waldshut auf alle Fälle. Bekamen sie, zwar mit etwas Verspätung, nicht nur die versprochenen Fässer, sondern ja auch noch die irrtümlich gelieferten Kästen. Aber auch für den Oberbürgermeister. Er hat binnen weniger Minuten elegant und fast geräuschlos ein Problem gelöst, sein Versprechen doch noch vollständig eingelöst und gezeigt, dass Entscheidungen auch mal ganz schnell und umkompliziert und ohne bürokratische Hürden getroffen werden können.

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