Die Waldshuter Chilbi hat bekanntlich eine lange Tradition. Das große Waldshuter Heimatfest geht auf die Belagerung der Stadt durch Schweizer Truppen im Jahr 1468 zurück.

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Mit List und Tücke hatten die Junggesellen vor 551 Jahren die Belagerer vertrieben. Obwohl der Bevölkerung das Essen knapp wurde, mästeten sie einen Schafbock, führten das faißte Tier über die Stadtmauer und suggerierten den Belagerern so, dass sie noch lange ausharren könnten. Diese zogen ab und in der Stadt kehrte wieder Ruhe ein.

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Seither steht bei jedem Chilbifest ein Schafbock im Mittelpunkt des Geschehens. Das Symboltier der Chilbi ziert aber nicht nur den Festumzug am Sonntag, sondern er wird anschließend verlost. Jahr für Jahr ein tolles Spektakel im Festzelt auf dem Chilbiplatz. Und eigentlich war es üblich, dass der Bockgewinner einige Wochen später zum Bockessen einlädt, wo der Bock genüsslich verspeist wird.

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Doch seit geraumer Zeit sind die Bockgewinner zwar nicht zu Vegetariern mutiert, aber der Bock landet immer seltener auf den Tellern. Reihenweise lassen die Bockgewinner das meist stolze Tier am Leben und kredenzen ihren Gästen andere Leckereien. So auch im vergangenen Jahr, als Joachim Ebi den Bock gewann. Der Vierbeiner erfreut sich nach wie vor bester Gesundheit und grast in einem Waldshuter Ortsteil munter vor sich hin. Aktuell übrigens in bester Gesellschaft vom aktuellen Chilbi-Bock „Heinz der Gönner“.

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Ob der Bockgewinner 2019, Klaus Danner, das Tier ebenfalls weiter grasen lässt, ist noch nicht bekannt. Bekannt ist aber, dass der Vorgänger von „Heinz der Gönner“, also der Bock 2018 „Florian der Zunftübergreifende“ sein Dasein in vollen Zügen genießt. Und wie. Sechs Nachkommen soll er bereits gezeugt haben. Um die Zukunft der Chilbi muss einem also nicht Bange sein.

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