Das Bundesverkehrsministerium wird die Stadt Waldshut-Tiengen bei der Umsetzung kurzfristiger Entlastungsmaßnahmen für das Stauproblem auf der B 34 rund um den Zollhof Waldshut unterstützen. Das ist Ergebnis eines Gesprächs, das auf Initiative des Bundestagsabgeordneten Felix Schreiner (CDU) im Bundesverkehrsministerium in Berlin stattfand.

Dabei informierten Felix Schreiner und Oberbürgermeister Philipp Frank den Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Steffen Bilger, über die von einem behördenübergreifenden Arbeitskreis erarbeiteten Maßnahmen zur kurzfristigen Entlastung der B 34.

Verkehrsentlastung soll bald angegangen werden

„Ziel unseres Gesprächs war es, das Ministerium über die einzelnen Maßnahmen zur Verkehrsentlastung rund um den Zollhof zu informieren. Mit Unterstützung des Ministeriums gilt es diese in den nächsten Monaten in Angriff zu nehmen“, erklärten der Abgeordnete und der Oberbürgermeister anschließend in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

Bundestagsabgeordneter Felix Schreiner, der Parlamentarische Staatssekretär Steffen Bilger und OB Philipp Frank (von links) beim Gespräch zur B 34 im Bundesverkehrsministerium in Berlin.
Bundestagsabgeordneter Felix Schreiner, der Parlamentarische Staatssekretär Steffen Bilger und OB Philipp Frank (von links) beim Gespräch zur B 34 im Bundesverkehrsministerium in Berlin. | Bild: privat

Auf Initiative der beiden Politiker hatten sich seit Mai 2017 Vertreter des Regierungspräsidiums, des Zolls, der Polizei und weiterer Behörden in mehreren Arbeitsgesprächen mit dem Stauproblem rund um den Gewerbepark Hochrhein beschäftigt. Oberstes Ziel müsse es sein, die Fehlnutzung der B 34 als Vorstauraum zu beenden, erklärte Philipp Frank gegenüber Staatssekretär Steffen Bilger.

Ein zusätzlicher Vorstauraum soll entstehen

Die Lkw müssten in dem besagten Bereich von der B 34 herunter. „Konzipiert war der Zollhof für 650 Lkw, inzwischen werden dort täglich 1200 Fahrzeuge abgefertigt“, so der Oberbürgermeister weiter. Deshalb soll ein weiterer Vorstauraum entstehen und der Lkw-Verkehr von der B 34 über die L 161 in die Kupferschmidstraße geführt werden.

„Das Bundesverkehrsministerium hat großes Interesse daran, den Verkehrsfluss auf der B 34 rund um den Zollhof zu verbessern und wird die Stadt Waldshut-Tiengen bei der Umsetzung kurzfristiger Entlastungs- und Verkehrsleitlösungen unterstützen“, sagte Bilger zu. Philipp Frank kündigte eine enge Abstimmung mit dem Bundesverkehrsministerium an.

Zweite Rheinbrücke bleibt das längerfristige Ziel

„Bei der B 34 besteht seit mehreren Jahren Handlungsbedarf. Wichtig ist mir, dass wir nun endlich auch das Bundesverkehrsministerium im Boot haben. Neben der Umsetzung kurzfristiger Maßnahmen müssen wir nämlich auch bei langfristig wirksamen Maßnahmen wie der zweiten Rheinbrücke und dem dreistreifigen Ausbau der B 34 bis zur Autobahnauffahrt Tiengen-West vorankommen“, erklärte Schreiner.

Auch der OB sieht den Ausbau der B 34 bis zur Autobahnauffahrt Tiengen als langfristige Maßnahme. „Ich würde es mir zwar früher wünschen. Die Umsetzung wird aber mehrere Jahre in Anspruch nehmen, da noch eine Reihe von Grundstücksfragen zu klären sind und Baurecht zu erwirken ist“, so Frank.

Felix Schreiner steht selber oft im Stau auf der B 34

Und Felix Schreiner ergänzt: „Ich kann den Unmut der Bürgerinnen und Bürger gut nachvollziehen und stehe auf der B 34 selbst oft im Stau. Der Bau einer weiteren Spur macht ja Sinn, dauert aber lange. Wir brauchen kurzfristige Lösungen, weshalb ich die Situation bei der Bundesregierung platziert habe.“ Klar sei auch, dass eine nachhaltige Lösung des Stauproblems in einer ausgebauten Ost-West-Verbindung mit zweiter Rheinbrücke liege.