Am bundesweiten Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 8. September, beteiligen sich auch engagierte Tiengener mit einem breiten Angebot. „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“ ist das Thema, und auch im Städtle gibt es dazu eine Menge zu zeigen und anzusehen.

Der Storchenturm in Tiengen, Wahrzeichen der Stadt, ist am 8. September zugänglich.
Der Storchenturm in Tiengen, Wahrzeichen der Stadt, ist am 8. September zugänglich. | Bild: Stephanie Landwehr

Die Katholische Pfarrgemeinde veranstaltet in Kooperation mit der Stadt Waldshut-Tiengen, der Aktionsgemeinschaft, der Heinrich-Kaminski-Gesellschaft, der Freunde Schloss Tiengen, der Stadtmusik, der Bürgerzunft und dem Freundeskreis Jüdisches Leben spannende Aktionen am Tag des offenen Denkmals. Von 12 bis 17 Uhr gibt es rund um Kirche, Schloss und Storchentum ein abwechslungsreiches Programm.

Am Tag des offenen Denkmals ist in Tiengen Gelegenheit, mehr über den Komponisten Heinrich Kaminski zu erfahren. Im Bild Herbert Müller-Lupp (rechts) und Wolfgang Zimmermann vom Vorstand der Heinrich Kaminski Gesellschaft im Kaminski-Archiv im Schloss Tiengen, zwischen ihnen der Gipsabdruck der Büste von Heinrich Kaminski.
Am Tag des offenen Denkmals ist in Tiengen Gelegenheit, mehr über den Komponisten Heinrich Kaminski zu erfahren. Im Bild Herbert Müller-Lupp (rechts) und Wolfgang Zimmermann vom Vorstand der Heinrich Kaminski Gesellschaft im Kaminski-Archiv im Schloss Tiengen, zwischen ihnen der Gipsabdruck der Büste von Heinrich Kaminski. | Bild: Rosemarie Tillessen

Im Vorfeld gibt es bereits einen Kinderwettbewerb. Beim Wettbewerb „Der kleine Kirchenbaumeister“ können Kinder aus einem Material ihrer Wahl – das können Bauklötze, Legosteine, Pappe, TetraPacks und vieles mehr sein – eine Kirche bauen. Ein Foto davon sollte bis 1. September ans Pfarramt Tiengen gesendet werden, mit Name, Alter, Adresse des Einsenders. Zu gewinnen gibt es Preise, gestiftet von Tiengener Geschäften.

Gebhard Kaiser, Vorsitzender des Freundeskreises Jüdisches Leben in Waldshut-Tiengen, neben einer Tafeln auf dem jüdischen Friedhof in Tiengen. Der Freundeskreis bietet am 8. September in Tiengen Führungen an.
Gebhard Kaiser, Vorsitzender des Freundeskreises Jüdisches Leben in Waldshut-Tiengen, neben einer Tafeln auf dem jüdischen Friedhof in Tiengen. Der Freundeskreis bietet am 8. September in Tiengen Führungen an.

Am Tag des Denkmals selber gibt es viele Führungen, musikalisches Programm und Bewirtung auf dem Kirchplatz. Mit der Veranstaltung soll auf die Renovierung der Peter-Thumb-Kirche in besonderem Maße aufmersam gemacht werden. Der Eintritt ist frei. Sämtliche Erlöse oder Spenden kommen der Renovierung zu Gute.

Tag des offenen Denkmals

Tiengen

  • Auf dem Kirchplatz: 12.15  bis 13 Uhr: Platzkonzert der Stadtmusik Tiengen; 12.30 bis 16.30 Uhr: Kirchenpuzzle mit 550 Teilen; 14.45 bis 15.30 Uhr: Platzkonzert der Stadtmusik Tiengen; 16 bis 17 Uhr: Bastelwettbewerb „Wer baut die schönste Kirche“.
  • Bewirtung: Von 12 bis 17 Uhr: wird auf dem Kirchplatz gewirtet, von süß bis herzhaft.
  • Schloss Tiengen: 12 bis 17 Uhr: „Texte, Töne, Bilder, Worte“: Das Heinrich-Kaminski-Zimmer ist geöffnet; Klettgau-Museum und Jüdisches Zimmer sind ebenfalls geöffnet.
  • Katholische Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt: 11 bis 12 Uhr: Gottesdienst, 13 bis 13.20 Uhr Bauführung, 13.30 bis 14.15 Uhr: Kirchenführung, 14.20 bis 14.40 Uhr: Bauführung; 15.30 bis 16.15 Uhr: Kirchenführung, 16.30 bis 17 Uhr: Kirche musikalisch erleben
  • Jüdisches Leben in Tiengen: 14.30 bis 15.30 Uhr Führung zu den Stolpersteinen, 14.30 bis 15.30 Uhr: Führung auf dem jüdischen Friedhof.
  • Der Storchenturm bis für Besichtigungen von 12 bis 17 Uhr geöffnet. In dieser Zeit steht Stadtführer Roland Landwehr mit seinen historischen Kenntnissen interessierten Besuchern zur Verfügung. Im Innenhof des Storchenturms werden historische Szenen schauspielerisch dargestellt. Stadtführer Hubert Baumgartner ist von 12.30 bis 14.30 Uhr dabei. Der Storchenturm ist der einzige erhaltene der ehemaligen fünf Wehrtürmen der früheren Stadtmauer der Stadt Tiengen und ist ein Wahrzeichen der Stadt.
  • Für Kinder und Familien: 12.30 bis 16 Uhr: Kirchenrallye in der katholischen Stadtpfarrkirche; 13.20 bis 16.30 Uhr Kirchenpuzzle auf dem Kirchplatz; 16 bis 17 Uhr „Wer baut die schönste Kirche?“, Bastelwettbewerb auf dem Kirchplatz.

Weitere Angebote im Kreis Waldshut

  • In Bonndorf-Boll ist die Museumsmühle geöffnet. Sie wurde um 1700 erbaut, mit ehemals oberschlächtigem Wasserrad und war bis 1970 in Betrieb, heute ist sie eine Museumsmühle. Auf drei Stockwerken wird alte Technik wie Maschinen, Geräte und Werkzeuge gezeigt. Der Ablauf des Mahlvorgangs ist auf Schautafeln und mit einfachen Texten dargestellt. Öffnungszeiten und Programm am 8. September von 14 bis 16 Uhr (sonst nicht geöffnet). Führungen übernimmt nach Bedarf Ernst Albert. Kontakt: Touristinformation Bonndorf, Telefon 07703/76 07, oder per E-Mail (touristinfo@bonndorf.de).
  • Stühlingen: Die Museumsmühle in Blumegg aus dem 18. Jahrhundert ist von 10 bis 12 und 14 bis 16 Uhr geöffnet, Führungen nach Bedarf. Ihre Entstehungsgeschichte reicht bis in das 14. Jahrhundert zurück. 1946 wurde der Betrieb eingestellt. In den 1990er Jahren wurde sie originalgetreu rekonstruiert, seit 2000 ist die Mühle ein Museum. Drei Mühlräder, oberschlächtig, treiben fünf Mahl- und Stampfwerke an. Als Frucht-, Öl-, Getreide-, Gipsstampf- und Knochenmühle in Betrieb.
  • St. Blasien: In St. Blasien ist der Sanatoriumsgarten an der Menzenschwander Straße geöffnet. Der als Wandelgarten des früheren Lungensanatoriums entstandene sogenannte Sanagarten wurde in den 1920er Jahren nach Plänen des Freiburger Architekten Wilhelm Rutsch und des Gartendirektors der Stadt Freiburg, Robert Schimpf, errichtet. Der terrassenförmig angelegte Park bildet eine architektonische und städtebauliche Einheit mit dem früheren Sanatorium, der heutigen Klinik St. Blasien und gilt als Beispiel repräsentativer Gartenarchitektur der 1920er-Jahre. Am 8. September ist der Garten von 11 bis 14 Uhr geöffnet, sonst täglich geöffnet. Programm: Begrüßung durch Bürgermeister Adrian Probst und Christoph von Ascheraden, Förderverein Sanagarten; musikalische Umrahmung durch das Obermettinger Salonorchester, Salonmusik der 1920er-Jahre, Auftritt Kostümgruppe des Winterhalter-Museums, Scharrieren von vorgegossenen Betonplatten durch die Besucher. Um 13 Uhr ist eine Führung. Thema ist die Baugeschichte des Parks und dessen geplanter Sanierung.