Im Kreistagssaal des Landratsamts Waldshut fand die Übergabe der Auszeichnungen "Beispielhaftes Bauen im Landkreis Waldshut 2008-2017" statt. Im Anschluss an die Verleihung wurde eine Ausstellung eröffnet, die im Landratsamt Eindrücke von den prämierten Objekten gibt.

Um das öffentliche Bewusstsein für Baukultur im Alltag zu schärfen, hat die Architektenkammer Baden-Württemberg im Landkreis Waldshut unter der Schirmherrschaft von Landrat Martin Kistler das Auszeichnungsverfahren ins Leben gerufen. Nach umfangreichen Ortsbesichtigungen und eingehenden Beratungen vergab die sechsköpfige Jury die Auszeichnungen für "Beispielhaftes Bauen" an 13 der 32 eingereichten Objekte.

In seiner Begrüßung zitierte Landrat Martin Kistler aus Goethes Werk "Die Wahlverwandtschaften": "Drei Dinge seien an einem Gebäude zu beachten: dass es am rechten Fleck stehe, dass es wohl gegründet sei und dass es schließlich vollkommen ausgeführt sei". Diese Aussage, so Kistler, habe auch nach über 200 Jahren nichts von ihrer Gültigkeit eingebüßt.

Die prämierten Objekte sind: Neubau einer Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge und Asylbewerber in Jestetten (Architekten Schanz, Hohentengen), Umbau und Erweiterung des Einrichtungshauses Seipp in Waldshut (Architekt: Adolf Gamp, Weilheim), das Haus Dietrich Bonhoeffer in Wehr (Architekten: Michler, Gayer, Müller-Schotte, Bad Säckingen und Freiburg), ein Einfamilienhaus in Hohentengen (Architekten Schanz, Hohentengen), der Mehrgenerationenplatz in Rheinheim (Architekt Burkhard Sandler, Hohentengen) das Modehaus May in Waldshut ( Architekt Ernesto Preiser, Waldshut-Tiengen), die Gemeinschaftszollanlage in Waldshut-Tiengen (Architekten Thoma, Lay, Buchler, Todtnau), ein Appartementhaus in Waldshut-Tiengen (Duffner Architekten Waldshut-Tiengen), der Königsfelder Hof in Waldshut (Architekt Ernest Preiser, Waldshut-Tiengen), das Hotel Schwanen in Bernau (Architekten: Werkgruppe Lahr), ein Wohnhaus in Höchenschwand (Architektin Diana Mortasawi, Höchenschwand), ein Mehrfamilienhaus in Oberweschnegg (Architekt Gerold Müller, Waldshut-Tiengen) und ein Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung und Praxisräumen in Laufenburg (Architekten-AG Grübner-Oeldenberger, Waldshut-Tiengen). Die Ausstellung der prämierten Objekte ist bis zum 20. April zu besichtigen. Die Schau sei auch als Wanderausstellung im Landkreis geplant, erklärte Gerold Müller, Vorsitzender der Kammergruppe Waldshut im Bund Deutscher Architekten.

 

Die Jury

Vorsitzende: Dea Ecker, Freie Architektin, Heidelberg; Josef Briechle, Maler und Bildhauer, Waldshut-Tiengen; Jürgen Glocker, Kultur- und Pressereferent a.D., Waldshut-Tiengen; Rolf Messmer, Freier Architekt, Wehingen; Rainer Probst, Freier Architekt und Stadtplaner, Freiburg; Kai Oldenburg, Redaktionsleiter Hochrhein des SÜDKURIER; Elke Ukas, Freie Landschaftsarchitektin, Karlsruhe.