Staugenervte Pendler dürfen sich freuen: Die Kupferschmidstraße wird im Bereich Kaitle zur Einbahnstraße. Mit der zweiten Fahrspur entsteht die Möglichkeit, den Stau zwischen Waldshut und Tiengen zu umfahren, vorbei an den sich im Kaitle sowie am Kreisverkehr stauenden Lastwagen – und das ganz legal. Mit Freigabe der neuen Route am Freitag, 19. Oktober, wird damit eine der Maßnahmen umgesetzt, die das massive Verkehrsproblem rund um den Zollhof im Gewerbepark entschärfen sollen.

Bild: Müller, Cornelia
  • Ausgangslage: Die kurzfristige Maßnahme soll vor allem Pendlern das Leben erleichtern. Wer morgens zwischen Waldshut und Tiengen unterwegs ist, hat es nach wie vor schwer. Immer wieder kommt hier durch Lastwagen, die sich vom Zollhof aus bis auf die B 34 stauen, der Verkehr zum Stillstand. Die Folge: regelmäßige Staus bis nach Tiengen, den Bürgerwaldtunnel hoch und sogar bis nach Waldshut.
Die Kupferschmidstraße wird ab der Kreuzung mit der Von-Opel-Straße ab kommender Woche zur Einbahstraße. Lastwagen, die zum Zollhof wollen, dürfen fortan nur noch die rechte Spur benutzen. Alle anderen fahren auf der linken Spur am Stau vorbei. Noch sind die vergangene Woche aufgestellten Schilder abgedeckt oder durchgestrichen. Im Bild: Bruno Dörflinger, stellvertretender Leiter des städtischen Baubetriebshofs (links) und Jürgen Wiener, Leiter der Ortspolizeibehörde.
Die Kupferschmidstraße wird ab der Kreuzung mit der Von-Opel-Straße ab kommender Woche zur Einbahstraße. Lastwagen, die zum Zollhof wollen, dürfen fortan nur noch die rechte Spur benutzen. Alle anderen fahren auf der linken Spur am Stau vorbei. Noch sind die vergangene Woche aufgestellten Schilder abgedeckt oder durchgestrichen. Im Bild: Bruno Dörflinger, stellvertretender Leiter des städtischen Baubetriebshofs (links) und Jürgen Wiener, Leiter der Ortspolizeibehörde. | Bild: Peter Rosa
  • Lösungsansatz: Kupferschmidstraße und Georg-Wittig-Straße werden zwischen Von-Opel-Straße und Einfahrt Zollhof (von Osten nach Westen) zur zweispurigen Einbahnstraße. Lastwagen, die zum Zollhof wollen, müssen sich auf der rechten Spur anstellen. Alle anderen, also Pendler, Lieferanten und Anlieger-Lastwagen, die Richtung Kaitle und Gewerbepark Hochrhein unterwegs sind, dürfen auf der linken Spur bis zur Abzweigung der westlichen Kupferschmidstraße auf der linken Spur durchfahren. Von dort aus gelangen sie hinter dem Gewerbepark bis zum Grenzübergang (Grafik). Wer aus dem Kaitle Richtung Gurtweil muss, fährt nun über die Von-Opel-Straße, denn von dort bleibt das letzte Stück der Kupferschmidstraße Richtung L 161 in beide Richtungen befahrbar.
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Insgesamt weisen vier große Sonderschilder und zehn weitere Standard-Schilder den Weg. Straßenmarkierungen und Piktogramme, die demnächst vervollständigt werden, sollen für genügend Platz zum Einfädeln aus sämtlichen Einfahrten entlang der Einbahnstraße sorgen. Die Mittellinie ist bereits größtenteils durchgezogen. Weitere Möglichkeiten der Trennung beider Fahrbahnen werden je nach Bedarf in Angriff genommen. Wie die Maßnahme angenommen wird und welche Auswirkungen sie auf die restlichen Verkehrswege im Kaitle hat, wird sich zeigen.

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  • Einschränkungen: Eine Umleitung sämtlicher Lastwagen, die Richtung Zollhof wollen, ist mit dieser Maßnahme nicht möglich, erklärt Jürgen Wiener, Leiter der Ortspolizeibehörde. Während sich der Stau derzeit in alle Richtungen um den Zollhof herum verteilt, würde eine vorgeschriebene Anfahrt über die Kupferschmidstraße Stau auf der L 161 und bis auf die B 34 verursachen. Das Ergebnis wäre ein vollständiger Verkehrsstillstand in alle Richtungen – ohne Umfahrungsmöglichkeit.
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  • Sicherheit: „Unser Hauptziel ist momentan die Wiederherstellung der Verkehrssicherheit“, sagt Wiener. Autofahrer nutzten immer häufiger die Gegenfahrspur der Kupferschmidstraße sowie den Fahrradweg, um die LKWs zu überholen und auf die noch vor dem Zollhof abbiegende Kupferschmidstraße Richtung Grenzübergang zu gelangen. „Wir hatten Glück, dass noch nichts Ernstes passiert war“, so Wiener.
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  • Mittel- und langfristige Pläne: Die Kosten für die Maßnahme belaufen sich derzeit auf rund 10 000 Euro. Ein Bruchteil dessen, was der notwendige Vorstauraum verschlingen dürfte. Mehrere Versionen wurden bereits ausgearbeitet. Was noch fehle, sei laut Wiener ein klares Signal vom Bund, dass die Kosten übernommen würden. (Der zusätzliche Vorstauraum befände sich im Zuständigkeitsgebiet des Regierungspräsidiums.) CDU-Verkehrsstaatssekretär Steffen Bilger hatte sich bereits im August ein Bild von der Situation gemacht. Kurz davor hatte die Stadt in einer Gemeinderatssitzung in Eigeninitiative entwickelte Varianten eines möglichen Vorstauraums auf Bundesgebiet im Bereich des Kaitle vorgestellt. Je nach Ausführung kann hierbei aber erst in frühestens zwei Jahren mit einer Inbetriebnahme gerechnet werden. Weitere kurzfristige Ideen befinden sich derzeit in der Entwicklung. Langfristige Lösungsansätze sind eine zusätzliche Fahrspur der B 34 Richtung Tiengen sowie eine zweite Rheinbrücke.
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