Staubwolken steigen von der Auffahrt auf die Kolpingbrücke beim Waldshuter Bahnhof in den trüben Herbsthimmel auf. Maschinenlärm übertönt die Verkehrsgeräusche der Fahrzeuge, die auf den Rampen und der halbseitig gesperrten B 34 unterwegs sind. Hinter einem mit blauen und grauen Planen verkleideten Zaun sind Bauarbeiter derzeit beschäftigt, die Rampen der Kolpingbrücke zu sanieren.

„Der Beton der Stützwände und die Unterseite des ‚Tunneldeckels‘ sind durch den Jahrzehnte langen Eintrag von Salzwasser geschädigt, und Teile der Bewehrung sind durch Korrosion angegriffen“, erklärt Dieter Bollinger, leitender Baudirektor beim Regierungspräsidium Freiburg, den Grund für die Baumaßnahme. Die Arbeiten sollen nach derzeitigem Stand bis zum April 2020 andauern.

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Anfang September wurden nach mehr als einem Jahr Bauzeit die Arbeiten an der Kolpingbrücke im Auftrag der Stadt Waldshut-Tiengen abgeschlossen. Seitdem ist die Brücke wieder in beiden Richtungen befahrbar. Dem schloss sich die Sanierung der Zu- und Abfahrtsrampen zur Brücke an, für die das Regierungspräsidium verantwortlich ist. Dafür „werden die schadhaften Betonbereiche abgetragen, die korrodierten Teile der Bewehrung ersetzt und die Wand wieder mit Spritzbeton geschlossen“, erläutert Bollinger das Vorgehen.

Blick von der Poststraße auf die Rampe der Kolpingbrücke. Die Arbeiten sollen voraussichtlich bis April 2020 andauern.
Blick von der Poststraße auf die Rampe der Kolpingbrücke. Die Arbeiten sollen voraussichtlich bis April 2020 andauern. | Bild: Juliane Schlichter

Mittlerweile abgeschlossen seien die Arbeiten am Brückenbauwerk über die Bahnlinie. Über den Bahngleisen wurden in mehreren Nachtschichten die Beschichtung an der Unterseite der Brücke aufgebracht. Ebenfalls beendet sind die Arbeiten an den Fahrbahnen der Rampen.

„Da die Spritzbetonarbeiten und die Beschichtungsarbeiten witterungsabhängig sind, können Verschiebungen nicht ausgeschlossen werden.“
Dieter Bollinger, Regierungspräsidium Freiburg
Bild: Juliane Schlichter

Die aktuellen Arbeiten werden laut derzeitigem Stand bis April 2020 andauern und liegen laut Dieter Bollinger im Zeitplan. Dennoch könnte es zu Verzögerungen kommen: „Da die Spritzbetonarbeiten und die Beschichtungsarbeiten witterungsabhängig – insbesondere temperaturabhängig – sind, können Verschiebungen nicht ausgeschlossen werden“, sagt der leitende Baudirektor.

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Fragen zur Sanierung und zum Verkehr

Die Sanierung der Rampen hat sich durch wiederholte Verzögerungen bei der Fertigstellung an der Kolpingbrücke nach hinten verschoben. Baubeginn an der Brücke war im August 2018, das Ende war ursprünglich für das Jahresende 2018 vorgesehen. Weil die Schäden weitaus größer waren als angenommen, konnten diese Arbeiten erst im September 2019 beendet werden.

Sehen und hören Sie im Video Eindrücke von der Baustelle

Video: Juliane Schlichter
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