Tiengen Bohrungen nach Grundwasser im Bürgerwald

Stadtwerke sind auf der Suche nach Grundwasser. Erste Ergebnisse sollen bis Jahresende vorliegen

Wird dort genügend Grundwasser gefunden, wollen die Stadtwerke einen Tiefbrunnen bauen, um die Wasserversorgung in der Stadt zu sichern. Denn trockene Sommer sorgen vor allem in Aichen und Krenkingen für kritische Trinkwasser-Situationen, da die beiden Tiengener Ortsteile hauptsächlich aus Quellwasser beliefert werden. Die Stadtwerke erklären, dass für eine zukunftssichere Wasserversorgung ein weiterer Tiefbrunnen notwendig sei, da die Grundwasservorkommen in trockenen Sommern weitaus ergiebiger sind als Quellen.

Nach Abwägung der Voruntersuchung und in Abstimmung mit den Behörden wurde der Standort der aktuellen Bohrung als erfolgversprechend festgelegt. Grundlage dafür waren unterschiedliche Grundwasserpegel-Messstellen, eine hydrogeologische Karte mit Grundwasserleiter und Grundwasseroberfläche und Ergebnisse aus den Bohrungen beim Bau des Bürgerwaldtunnels. Melanie Mallinovski, Pressesprecherin bei den Stadtwerken: "Die Gewissheit, ob einer der ausgewählten Standorte auch tatsächlich für einen Tiefbrunnen-Standort geeignet ist, bekommt man durch Probebohrungen und Einrichten eines Versuchsbrunnens mit Pumpversuchen über mehrere Wochen."

Die Kernbohrung im Bürgerwald dauert etwa drei Wochen. Anschließend erfolgt ein Pumpversuch von zwei bis drei Wochen, um die Ergiebigkeit des Grundwasservorkommens zu ermitteln. Die Stadtwerke Waldshut-Tiengen rechnen bis Ende des Jahres mit konkreten Ergebnissen zur Ergiebigkeit. Weitere Tests bis hin zur Qualität des Wassers schließen sich an. Die Kosten für die 63 Meter Tiefe Bohrung betragen rund 180 000 Euro. Wird die Teststelle tatsächlich überbaut, steigen die Kosten auf 1,5 Millionen Euro.

Die Stadtwerke rechnen bis Ende Februar 2018 mit dem Abschluss aller notwendigen Tätigkeiten für eine Entscheidungsgrundlage für den Bau eines Tiefbrunnnens für die Trinkwasserversorgung. Die Stadtwerke betreiben bisher fünf Tiefbrunnen und nutzen 37 Quellen für die Wasserversorgung der Stadt Waldshut-Tiengen. Die Ortsteile Eschbach, Gaiss-Waldkirch, Indlekofen, Oberalpfen und Schmitzingen werden vom Zweckverband Höchenschwanderberg versorgt. Das Wasser für die Stadt wird in 29 Hochbehältern mit einem Speicherinhalt von insgesamt etwa 7600 Kubikmetern gespeichert. Mittels 33 Pumpwerken wird das Wasser in die Behälter gepumpt. Melanie Mallinovski erklärt: "Über ein Wassernetz von etwa 300 Kilometern wird das Wasser in der Stadt verteilt. Der jährliche Wasserverbrauch der Gesamtstadt liegt bei 1,223 Millionen Kubikmetern (Stand 2016)."

Ihre Meinung ist uns wichtig
Adventskalender - weil Vorfreude die schönste Freude ist
Neu aus diesem Ressort
Tiengen
Bad Säckingen/Waldshut
Waldshut-Tiengen
Waldshut-Tiengen
Tiengen
Waldshut-Tiengen
Die besten Themen
Kommentare (0)
    Jetzt kommentieren