Herr Bannasch, warum sind sie nach der langen Zeit noch dabei?

Wenn man dicke Bretter bohren muss, braucht man Durchhaltevermögen. Man darf die Flinte nicht vorzeitig ins Korn werfen, da kann man sonst nichts erreichen.

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Wie kam es zu ihrem Engagement?

Ich habe mich früh parteipolitisch engagiert. Später habe ich die BUND-Ortsgruppe Waldshut mitgegründet, da war das für mich ganz klar, dass man diese gefährliche Technik nicht anwenden darf. Zumal es Alternativen gibt. Wäre das Geld in regenerative Energien investiert worden, dann wären wir schon viel weiter. Schon als Leibstadt gebaut wurde, haben wir dagegen protestiert. Und als studierter Biologe ist mir das Thema auch nah.

Was kann man mit solchen Kundgebungen heute noch erreichen?

Man kann nur versuchen, andere davon zu überzeugen, dass Kernkraft eine gefährliche Technik ist und dass es nicht notwendig ist, sie zu nutzen. Wir haben andere Möglichkeiten, die wesentlich verträglicher und vor allem wesentlich günstiger sind. Atomenergie ist eine teure Energie, das machen sich die Wenigsten klar.