Wo sie auftreten, geht seit 30 Jahren die Post ab: Die „Spätzünder“ sind zwar nicht mehr die Jüngsten, aber sie rocken wie wenn sie 20 wären. 1988 hatte die wohl bekannteste Cover-Band am Hochrhein mit einem Open-Air Konzert beim Berghaus in Krenkingen ihren Durchbruch. Dass Frontsänger Klaus Herold, Gitarrist Albrecht Eulenburg, Bassist Werner Hoffmann, Keyboarder Klaus Hauschildt und Schlagzeuger Gottfried Mutzke musikalisch fit wie eh und je sind, werden sie demnächst wieder im Ali unter Beweis stellen. Mit zur Band gehört seit rund drei Jahren die Sängerin Viktoria Camara aus der Schweiz. Sie wird mit ihrer souligen Stimme vor allem Amy Winehouse Hits singen.

Rockiges statt Besinnliches

Vorweihnachtskonzerte der Spätzünder im Ali haben mit den Worten von Klaus Herold, schon ein bisschen Kultstatus. Abrocken gegen Weihnachtsstress, Rockiges statt Besinnliches ist das Rezept, mit dem die Band dort jedes Jahr ihre Fans begeistert. An zwei Abenden wird sie mit der gewohnten Power im typischen Spätzünder-Sound die Hits der wilden 60er, 70er und auch 80er Jahre spielen: Von Ray Charles, Eric Clapton, den Beatles und den Rolling Stones, von Deep Purple, Joe Cocker, Dire Straits und vielen anderen. Gast wird am ersten Konzertabend Anke Johannsen sein. Sie ist vor rund 20 Jahren, als sie Schülerin des Klettgau Gymnasiums war, mit den „Spätzündern“ aufgetreten. „Es ist für mich ein spannendes Anknüpfen an interessante Zeiten“, sagt die heute in Duisburg lebende Sängerin und Pianistin.

Geburtstagsfeier für Gottfried Mutzke

Am zweiten Konzertabend wird die Lauchringer Jazzsängerin Anne Czichowsky mit auf der Bühne stehen. Weitere Überraschungsgäste sind nicht ganz ausgeschlossen. Das erste Konzert am kommenden Freitag, 21. Dezember, ist auch ein Geburtstagskonzert, denn Schlagzeuger Gottfried Mutzke macht an diesem Tag ein dreiviertel Jahrhundert an Lebensjahren voll. Da er sich demnächst aus seiner Arztpraxis zurückzieht, hat er mehr Zeit für die Musik. Deshalb will er nochmals richtig durchstarten und dazu lernen, um – wie er es nennt – auch mit filigransten Schlagzeugsoli zu glänzen.