Der heilklimatische Kurort Todtmoos hat im vergangenen Jahr das Tal der sinkenden Übernachtungszahlen und Gästeankünfte verlassen. Sowohl bei den Übernachtungen als auch bei den Ankünften konnte sich die bedeutendste Tourismusgemeinde des Landkreises im Jahr 2019 gegenüber dem Vorjahr in allen Kategorien deutlich steigern.

Das könnte Sie auch interessieren

Dies geht aus dem Zahlenwerk hervor, das Claudia Steinhardt von der Hochschwarzwald Tourismus GmbH (HTG) im letzten Amtsblatt veröffentlichte. Eigentlich sollte die Bilanz im Gemeinderat vorgestellt werden; bedingt durch die Pandemie kam es hier aber zu Verzögerungen.

Das könnte Sie auch interessieren

Im vergangenen Jahr zählte der Kurort 225.342 Übernachtungen. Das ist eine Steigerung von 11.244 Übernachtungen oder knapp fünf Prozent. Rechnet man die Zweitwohnungen noch hinzu, kommt Todtmoos auf ein Plus von 12.504 Übernachtungen. 2018 lag die Zahl der Übernachtungen bei 214.098. Bei den Gästeankünften zeigt der Trend noch deutlicher nach oben. Diese Zahl konnte 2019 um 4908 auf 53.291 Gäste gesteigert werden, das entspricht einer Steigerung um gut zehn Prozent. Inklusive der Zweitwohnungen reisten sogar 58.561 Gäste an.

Das könnte Sie auch interessieren

Zum Vergleich: 2018 betrug die Zahl der Gästeankünfte ohne Zweitwohnungen 43.717. Zum positiven Trend Claudia Steinhardt von der HTG: „ Mitten in der Coronakrise dürfen wir nicht nur im gesamten Hochschwarzwald auf ein Rekordjahr 2019, sondern auch in Todtmoos auf ein gutes Übernachtungsplus in allen Unterkunftskategorien blicken“. Nach Informationen der Touristikerin haben 2019 nochmals mehr ausländische Gäste im Vergleich zum Vorjahr den Kur- und Wallfahrtsort besucht. Insbesondere Gäste aus Frankreich und der Schweiz fanden vermehrt den Weg in den Südschwarzwald.

Das könnte Sie auch interessieren

Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Gäste liegt nach Steinhardts Informationen mit 2,9 Tagen in Todtmoos über dem Durchschnitt im gesamten Schwarzwald. Dieser Wert ist im Vergleich zum Vorjahr jedoch rückläufig. Das heißt im Umkehrschluss, dass mehr Gäste nach Todtmoos kamen, aber kürzer verweilten.

Claudia Steinhardt macht auf die gestiegene Zahl an Online-Buchungen aufmerksam. Dieser Trend setzt voraus, dass die Gastgeber und die Beherbergungsbetriebe im Internet besser auffindbar sein müssen. Das ist nicht nur mit einer eigenen Homepage möglich. Steinhardt macht darauf aufmerksam, dass die Betriebe die Möglichkeit haben, sich über die HTG auf der Internetseite www.hochschwarzwald.de oder in der Druckausgabe des Gastgeberverzeichnisses eintragen zu lassen. Die Internetpräsentation der HTG weißt nach Auskunft von Claudia Steinhardt mit 15,4 Millionen eine hohe Zahl an Zugriffen auf.

Das könnte Sie auch interessieren

Wegen der Corona-Pandemie dürfte es schwierig sein, die Zahl an Übernachtungen und Ankünften 2020 nicht nur in Todtmoos zu halten. Es bleibt aber die Hoffnung, dass gerade wegen der besonderen Umstände wieder mehr Gäste den Schwarzwald und damit auch Todtmoos als lohnenswertes Urlaubsziel entdecken.