Der Todtmooser Gemeinderat lehnte bei einer Enthaltung die Teilnahme an der 3-Welten-Card als möglicher Leistungspartner ab. Eine diesbezügliche Anfrage kam vom Landratsamt in Waldshut. Die neue Gästekarte gilt neben dem Landkreis Waldshut auch in der Region Bodensee und Rheinfall und wird von den Landkreisen Waldshut, Schwarzwald-Baar-Kreis und dem Kanton Schaffhausen ab April 2021 aufgelegt.

Die Gemeinde wurde wegen einer Teilnahme mit dem Heimatmuseum, dem Bergwerk Hoffnungsstollen und dem Freibad AquaTreff angefragt. Die Mehrwert-Karte ist umlagefinanziert. Es werden fixe und variable Ausschüttungsbeiträge ausgewiesen, die nach Übernachtungen berechnet werden. Ziel der Karte ist eine Bündelung der touristischen Angebote der gesamten Region sowie eine weitere Steigerung der Servicequalität. Es wird eine Umsatzsteigerung durch eine erhöhte Auslastung der einzelnen Einrichtungen erwartet. Einige Angebote, vor allem aus dem Bereich Schwarzwald-Baar wurden bereits aufgenommen. So gibt es etwa freien Eintritt in die Therme in Bad Dürrheim. Im Landkreis Waldshut ist das Heimatmuseum „Hüsli“ mit dabei.

Bürgermeisterin Janette Fuchs stellte die Frage in den Raum, ob die Gästekarte für Todtmoos eine Chance wäre. Freie-Wähler-Rat Jörg Oehler vertrat neben einigen anderen Räten die Meinung, das Todtmoos mit der eigenen Todtmoos Card und der Hochschwarzwald Card schon mehrere Gästekarten habe. Eine weitere Karte würde beim Gast nur für Verwirrung sorgen. Dirk Haselwander, ebenfalls Freie Wähler, äußerte Bedenken, das die Gäste die 3-Welten-Card zu wenig nutzen könnten. Eine Teilnahme nicht grundsätzlich ablehnen wollte Sonja Opfer von der CDU.

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