Erika Buhr aus Todtmoos feiert am heutigen Dienstag, 4. Oktober ihren 90. Geburtstag. Erika Buhr ist weit über die Grenzen ihres Heimatortes bekannt als Mundartdichterin und Autorin von großartigen Theaterstücken. In Anerkennung ihrer Verdienste wurde die Jubilarin im Jahr 2021 mit der Heimatmedaille des Landes Baden Württemberg und bereits 2017 mit der Goldenen Ehrennadel des Theaterverbandes ausgezeichnet.

Erika Buhr wurde 1932 in einem alten Schwarzwaldhaus in Todtmoos-Höfle geboren. Sie besuchte im Ortsteil Hinter-Todtmoos die Volksschule. Danach besuchte Erika Buhr in Freiburg ein Kindergärtnerinnenseminar und absolvierte auch ein Haushaltsjahr. In Freiburg war sie vier Jahre lang tätig. Danach zog sie zurück in ihre Heimat und arbeitete im Todtmooser Kindergarten: „Noch heute sagen viele Todtmooser Tante Erika‘ zu mir“, erzählt die Jubilarin. Nach zweieinhalb Jahren in Rom kehrte sie zurück und war als Kinderbetreuerin in Ottenhöfen tätig.

Nach ihrer Rückkehr nach Todtmoos lernte sie ihren Mann Emil Buhr kennen, den sie 1959 heiratete. Aus der Ehe gingen fünf Kinder hervor. Heute darf sich Erika Buhr über 12 Enkel und fünf Urenkel freuen. In der Druckerei ihres Mannes war Erika Buhr im Büro tätig. Nachdem die Druckerei von Todtmoos nach Bernau umgezogen war, betreute sie dort die Betriebskantine.

Erika Buhrs große Leidenschaft ist das Schreiben von Gedichten, überwiegend in alemannischer Mundart. Sie veröffentlichte drei Gedichtsbände. Doch damit nicht genug: Erika Buhr entdeckte auch ihr Talent als Verfasserin von Theaterstücken, inzwischen fünf an der Zahl. Unvergessen bleibt das dramatische Stück „Zeit ohne Stunden“, welches die Autorin eigens zum 750-jährigen Ortsjubiläum von Todtmoos im Jahr 2018 geschrieben hatte. Einige Theaterstücke schrieb Erika Buhr auch für den Theaterverein Zeitschleuse in Ühlingen-Birkendorf. Zum 1200-jährigen Ortsjubiläum von Ühlingen verfasste sie das Stück „Zwischen den Welten“, Teil zwei mit dem Titel „Die Schwarze Rose“ soll folgen. Erika Buhr ist auch als Verfasserin der Todtmooser „Narre-Zitig“ bekannt. Früher war sie in der Muettersprochgesellschaft Hochrhein tätig; heute ist sie noch bei den Ibacher Landfrauen dabei. Immer noch gerne ist Erika Buhr in ihrem Garten tätig. Wichtig ist ihr auch der regelmäßige Kirchgang.